Pop-Up-Konzepte in Düsseldorf

Pop-Up-Store
Pop-Up-Stores bieten häufig besonders gute Konditionen, Foto: Pexels / pixabay /CC0 Creative Commons

Bei einem Pop-Up Store handelt es sich um ein zeitlich begrenztes und in der Regel recht provisorisches Einzelhandelsgeschäft, das vorübergehend in leerstehenden oder speziell angemieteten Geschäftsräumen betrieben wird. Sie basieren meist auf relativ kleinen Ladenflächen, die dafür häufig besonders liebevoll gestaltet werden. Da es sich bei den Kurzzeitmietern häufig um Startups oder junge Modelabels handelt, muss dies häufig mit überschaubarem finanziellem Aufwand realisiert werden. Diese Kombination macht vielleicht auch die Fazination des Pop-up-Konzepts aus. Es muss nicht alles auf Hochglanz poliert und perfekt ausgeleuchtet sein. Was zählt ist die Atmosphäre. Man will den Besuchern und Kunden ein Gefühl vermitteln und die angebotenen Waren oder Dienstleistungen in einem stimmigen Ambiente präsentieren. Die Tatsache, dass es sich lediglich um eine temporäre Einrichtung handelt, verleiht dem Ganzen zudem etwas Exklusives. Der Gast fühlt sich häufig eher wie auf einer Vernissage oder Ausstellung. Das hilft mitunter dabei, neue Kundenkreise anzusprechen und langfristig für sich zu gewinnen.

Neben Startups haben aber auch etablierte Unternehmen und große Modelabels die Vorteile von Pop-Up-Stores für sich entdeckt. Sie können bei einem überschaubaren Risiko einen neuen Standort ausprobieren oder neue Konzepte testen. Zudem können Pop-Up Stores dazu dienen, ein neues Produkt oder eine Dienstleistung gezielt in Ballungszentren bekannt zu machen. Aldi versuchte es im vergangenen Jahr mit einem "Meine-Weinwelt" Pop-up-Store mitten in der Düsseldorfer Innenstadt, um das Produktportfolio in diesem Segment vorzustellen. Die Stadtwerke Düsseldorf bauen mit beachtlichem Aufwand regelmäßig Locations wie alte Bankfilialen oder Theater zur Stadtwerke Pop Up Lounge um. Bei Club-Musik vom DJ und einem kühlen Bier kann man das jüngere Publikum offenbar für Strom made in Düsseldorf begeistern. Etwas markanter platzierte sich der Handelsriese Metro im Herbst 2017 mit dem Pop-Up-Konzept "METRO unboxed" auf der Rheinuferpromenade. Der beeindruckende Pavillon wurde in zweieinhalb Wochen von 30.000 Menschen besucht, rief aber durchaus auch kritische Töne hervor.

Pop-Up-Stores im Fashion-Bereich

Besonders beliebt sind Pop-up Stores in der Mode-Branche. Häufig werden Ladenflächen angemietet um Sonderartikel oder Restbestände zu verkaufen oder themenspezifische Aktionen zu realisieren. Beispielsweise greift aktuell ein Pop-up Store von Peek & Cloppenburg das Thema Festival auf und präsentiert internationale Trends auf einer Fläche in Düsseldorf. Dabei gibt es im Store eine Vielzahl besonderer Angebote und Aktionen. Marken wie Tommy Hilfiger, Calvin Klein oder Cinque laden immer wieder für wenige Tage in speziell angemietete Räumlichkeiten, um Kollektionsteile aus der Vorsaison oder Musterstücke zu verkaufen. Kunden profitieren hier nicht selten von hohen Preisnachlässen. Entsprechend beliebt sind diese Stores also bei Schnäppchenjägern. Die Termine werden allerdings nicht öffentlich kommuniziert, sondern nur durch dezenten Plakataushang an der Location oder über die sozialen Medien bekannt gemacht.

Pop-Up-Konzepte in der Gastronomie

Auch im Gastronomie-Sektor ist das Pop-Up-Prinzip beliebt. Dabei werden mobile Pop-up Küchen gerne in außergewöhnlichen Locations oder im öffentlichen Raum aufgebaut, um dem Gast eine besondere Restaurant-Erfahrung zu bieten. Vor allem alte Industriebauten oder Hallen werden für derartige Events gebucht. Beste Beispiele in Düsseldorf sind das traditionelle Gänseessen im Stahlwerk oder das Diner en blanc, das jedes Jahr eine anderen Open Air Location in Beschlag nimmt. Eine tolle Ergänzung zum gastronomischen Angebot der Stadt bietet die Pop-Up Comedy oder im musikalischen Bereich die Reihe stadtklang, die großartige Livemusik in klassische Restaurants und Cafés bringt.


Alle Pop-Up Konzepte haben eines gemeinsam: Sie leben von der Spontanität und dem, was der Moment bereithält. Das gilt dabei immer für beide Seiten: den Anbietern sowie den Kunden. Es findet Begegnung statt. Die Freude an der Sache fördert eine entspannte Atmosphäre, die spannende Erlebnisse und Synergien ermöglicht. Es hat immer einen gewissen Event-Charakter, der Menschen zusammenbringt, die gemeinsame Interessen teilen und Lust auf etwas Neues haben.

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