Hier noch mal ein lesenswerter Kommentar der "bürgelichen" ZEIT.
Schafft das Wort Extremismus ab!
Die Regierung mag nicht ablassen von dem Dogma, Rechts- und Linksextreme seien das gleiche Problem unterschiedlicher Ausprägung. Das ist gefährlich.
Sollte man jemanden ablehnen, weil er linksextrem denkt? Kommt darauf an. Akzeptiert er Gewalt? Schwebt ihm eine autoritäre Führung vor? Dann ja. Oder besteht sein Linksextremismus darin, gesellschaftliche Güter – Geld, Bodenschätze, Arbeitskraft – radikal umverteilen zu wollen? Dann ist er vielleicht ein Dogmatiker, vielleicht ein Träumer. Jedenfalls ist er weder menschenverachtend noch gefährlich für andere.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2…ismus-kommentar
Ich würde "GEWALT" noch weiter ausdifferenzieren. Gewalt gegen Personen. Gewalt gegen Sachen. Mit welcher Intention wird Gewalt ausgeübt...
Wobei selbst das Wort "rechts" diskutabel ist. Ich bin nicht hundertprozentig in der Materie drin. Aber ich meine, dass es auch rechtsgerichtete Parteien gibt, die nicht unbedingt ausländerfeindlich sind, sondern eher nationalstaatlich denkend. In dem Sinne also in gewisser Weise auch globalisierungskritisch.
Ich persönlich verbinde das Wort "extremistisch" ohnehin mit "Gewalttätigkeit". Die Frage nach der Intention der Gewalt stellt sich da speziell auch unter dem Deckmantel der Medialisierung. So sind Proteste vor allem dann medial interessant, wenn Prominente dabei sind oder sich dazu äußern, die Proteste massenhaft sind oder eben sehr radikal ausgeübt werden. Beispielsweise durch Brandanschläge oder aber auch polizeiliche Gewalt.
Aus dem Grund kann es für Protestgruppen natürlich auch interessant sein, Gewalt anzuwenden, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen. Dadurch werden zwar vermutlich neue Mitglieder abgeschreckt - zumindest viele - aber das Thema ist auf der medialen und vllt. sogar politischen Agenda.