Occupy-Dorf: Ein Zeltlager wird zur Parallelgesellschaft
Es ist schon Mittag, als am Mittwoch die letzten Camper die kleinen Zelte verlassen und sich in der Cafeteria der Johanneskirche einen Kaffee holen. Andere wärmen sich im Gemeinschaftszelt auf, essen oder lesen. Im Düsseldorfer Zeltlager der weltweiten Protestbewegung „Occupy“ am Martin-Luther-Platz sind längst nicht mehr nur die Banken ein Thema. In den letzten drei Wochen hat sich eine kleine Parallelgesellschaft entwickelt, die für viele Protestler ein Zuhause geworden ist. „Mit unserem Dorf zeigen wir, wie eine Solidaritätsgemeinschaft funktioniert“, sagt Hanno Thulmann von Occupy. Es ist ein Leben, für das sich Thulmann sowie knapp 15 weitere Protestler vorübergehend entschieden haben.
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