Sorry für den reißerischen Titel, aber die RP titelt heute so:
Mysteriöse Todesfälle am Suitbertus-Gymnasium
Am Kaiserswerther Suitbertus-Gymnasium sind zwei mysteriöse Todesfälle aufgetreten. Auf ihrer Homepage teilt die Schule mit, dass innerhalb von zwei Tagen plötzlich zwei Mädchen der Jahrgangsstufen fünf und sieben gestorben sind. Das Gesundheitsamt sieht keinen Zusammenhang der beiden tragischen Todesfälle und warnt vor Panikmache. Die Sorgen vieler Eltern wurden noch am Morgen durch Gerüchte über einen weiteren Todesfall am Theodor-Fliedner-Gymnasium genährt, ebenfalls in Kaiserswerth.
Eine Schule unter Schock: In der Nacht zum Samstag und am Montag sind zwei Schülerinnen des Suitbertus-Gymnasiums in Kaiserswerth gestorben. Sandrine (11) ging in die fünfte Klasse. Sie starb in der Nacht, vermutlich an einem Infekt. Julia (13) aus der siebten Klasse starb vorgestern - ebenso plötzlich, aber „medizinisch aus völlig anderen Gründen“, erklärt Heiko Schneitler, Chef des Düsseldorfer Gesundheitsamtes, mit Nachdruck. „Die beiden Todesfälle haben nichts miteinander zu tun“, betont er. „So tragisch sie auch sind.“
Auch der Schulleiter des Suitbertus-Gymnasiums, Hans Tenhaken, sieht zwischen den beiden tödlich verlaufenen Erkrankungen keinem Zusammenhang. Die Gefahr einer Ansteckung bestehe nicht. Dennoch ist den Eltern der Schüler freigestellt worden, ihre Kinder aufgrund der derzeit noch unklaren Lage ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken. Der Sprecher der Stadt, Kai Schumacher, sagte am Morgen in einem Radiointerview, das sei Sache der Schule, für das Schulamt und die Gesundheitsbehörde der Stadt gebe es derzeit keinen Anlass, weitere Schulen oder auch Kindergärten zu schließen.
„Wir versuchen seit Montag, das Geschehene mit den Schülern aufzuarbeiten. Unser Schulseelsorger, Prälat Schüller, spricht mit den beiden betroffenen Klassen“, so der Schulleiter. Christoph Heckeley vom Erzbistum Köln mahnt ebenfalls Besonnenheit an.
„Ein tragischer Zufall.“ Das Erzbistum ist Träger des Gymnasiums.
Das beruhigt offenbar nicht, einge Eltern sind in Panik:
Gerüchte von der Vogelgrippe und von Hirnhaut-Entzündung machten die Runde im Ort. „Wir hörten, dass der Bruder der Elfjährigen ebenfalls in Quarantäne ist“, sagt ein besorgter Vater. „Wir sind alle alarmiert.“ Dazu besteht nach Aussage sowohl von Schneitler als auch von der Nightingale-Klinik keine Veranlassung. „Keine Meningitis, keine Ansteckung, keine Gefahr“: So bringt es Heiko Schneitler auf den Punkt. Der Bruder des Mädchens sei lediglich eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik gewesen. Er ist inzwischen wieder zu Hause.
Zu weiterer Beunruhigung trägt jetzt das Gerücht um einen weiteren Todesfall am Theodor-Fliedner-Gymnasium bei. Die Schule wollte das bisher nicht bestätigen, spricht lediglich von bisher unberstätigten Krankheitsfällen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp könnte es sich aber um Meningitis handeln.
Quelle: rp-online.de