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rubber ducky

Killepitscher

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Tuesday, January 24th 2012, 10:25am

Polizei durchsucht Rocker-Kneipe Red Pearl in Gerresheim

Karaaawumms ...Was für eine Schlagzele :evil: Gerresheim - Polizei durchsucht Rocker-Kneipe

Hallelulja ..250 Beamte im Einsatz und 1 Mann wurde festgenommen weil er wegen Haftbefehl gesucht wurde, dann noch einen Teleskopschlagstock. Ich denke die Ausbeute wäre effektiver gewesen wenn 250 Beamte den Hauptbahnhof oder das Bolker Kreuz mal am Wochenende durchsucht hätten ,was ich persönlich für sinnvoller halten würde, als eine Party zu sprengen.
Und Peng steht es groß in der Zeitung , das wiederum verunsichert die Bevölkerung, egal ob es einen triftigen Anlass gab,gibt oder nicht. Es ist im Kopf … Rocker = Kriminell.

Nun die Jungs sind sicher nicht aus Zucker und bei so einer großen Anzahl von Mitglieder gibt es immer Querschläger . Das gibt es in jeder Hochhaus -Hinterhofgang auch. Bloß das die Delikte, Körperverletzung, Raub, Alte Omas die Tasche klauen, Obdachlose zusammenschlagen sich 1000x vervielfachen dürften. Nur lässt sich so was Medienwirksam schlechter verkaufen.
Letztendlich möchte und kann ich mir darüber kein Urteil erlauben, was ich an Infos erhalte ist schlicht und einfach zu einseitig .

Rocker sein, bedeutet für mich Freiheit, ein bisschen Abseits der Gesellschaftlichen Norm, Zuverlässig sein, füreinander da sein usw. ich will jetzt hier nicht alles aufzählen … und trotzdem dabei nicht den Blick für sein Umfeld verlieren. Mal ein soziales Projekt starten. Rocker sein bedeutet, auch mal seinen Hintern für andere zu bewegen, etwas verändern, bewirken. Für Menschen die vielleicht nicht direkt einen Verein angehören. Obwohl da ja auch immer mal etwas passiert in einzelnen Vereinen.

Was mich wirklich ärgert sind solche Aktionen wie in Mönchengladbach zu einen Zeitpunkt wo der Fokus der Öffentlichkeit, Medien und Politik mehr als sensibel auf die gesamte Szene gerichtet ist. Am Ende bedeutet das Verbot und Einschränkungen für mich gäbe es doch nichts schlimmeres als ein Kuttenverbot oder der Supergau, Vereinsverbot. Das Negativimage in der Gesellschaft wird nur bestätigt und erhält neues Feuer. Die Kutte war in meinen jungen, wilden Jahren ein Heiligtum, obwohl es heute wahrscheinlich ein bisschen bescheuert aussehen würde wenn ich mit meinen Rollator & Kutte, je nach Verfassung und Tagesform durch die Gegend laufen würde . :D

Was ich sagen will, Rocker und Gesellschaft, man muss wie für alles im Leben den richtigen Weg finden, denn wenn es so weiter geht stirbt ein Stück Kultur.

Und letztendlich, die schlimmsten Kriminellen, denn anders kann man manche Endscheidung und Lüge nicht bezeichnen, sitzen doch immer noch in Berlin!

Ach so und hier die wirklich wichtigen kriminellen Nachrichten… ganz ohne Rocker frisch aus der RP:
- Messerstich auf Schüler - Täter wird noch gesucht
- Mord im Hotel: Frau in Hafenhotel erstochen - Täter im Ausland?
- Polizei nimmt Seriendieb fest
- Mann am Flinger S-Bahnhof überfallen
(Ist es hier ...Stadtgespräch...richtig gepostet?) ?(

SCHoSCH

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Tuesday, January 24th 2012, 1:45pm

Naaaaaaaaja lieber Fred, schwieriges Thema. Deine Definition von "Rocker" in allen Ehren, gemeint sind hier aber Organisiationen wie die Bandidos oder Hells Angels - und die sind nachweislich nicht ganz ohne. Das Düsseldorfer Chapter der Hells Angels ist ja nicht ohne Grund seit 2001 verboten. Viele ehemalige Mitglieder und Sympatisanten treffen sich heite als "Clan 81" in besagter Kneipe namens "Red Pearl" in Gerresheim. Auch wenn Sie Transparenz auf Ihre Fahnen schreiben und jeden einladen, sich den Laden und die Aktivitäten der Gruppe anzuschauen, bin ich da vorsichtig.

Wie die Polizei allerdings gestern vorgegangen ist, erweckt in der Tat den Eindruck, dass durch puren Aktionismus eine harte Reaktion der Exekutive in die Medien getragen werden sollte. Die Kneipe des Clan 81 ist da natürlich ein optimales Opfer, weil ohnehin seit Eröffnung in der Kritik und unter Beobachtung.

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rubber ducky

Killepitscher

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Tuesday, January 24th 2012, 6:20pm

Verharmlosen möchte ich das Thema natürlich nicht. Es gibt Probleme , die wie auch immer einer Lösung bedürfen im Interesse aller Biker ,Rocker wie auch immer.

4

Thursday, January 26th 2012, 3:49pm

Ich war gerade auf dem Weg zur Probe, als eine Karawane von ca. 12 Mannschaftswagen und einigen Feuerwehr- (???) und Notarztwagen mit Blaulicht aber ohne Sirene die Kreuzung mit ihrer Durchfahrt blockierten. Jetzt weiss ich dann ja auch, was los war. Einen weiteren Kommentar dazu spare ich mir... Kanonen... Spatzen.

rubber ducky

Killepitscher

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Sunday, January 29th 2012, 11:03am

Eigentlich finde ich es Schade das sich keiner an das Thema herantraut.
Mein Problem ist eigentlich die Pauschalisierung bzw. das Schubladen-Denken.
Alle Rocker, sind kriminell. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe haben die Macher vom Red Pearl
Die Öffentlichkeit ,Nachbarschaft sogar eingeladen . Für mich heißt das doch, da wird eine Hand gereicht . Aber was passiert ? Politik,Medien ,starten eine für mich fragwürdige Kampagne .
Die Berichte sind doch ziemlich einseitig und immer auf das Negativimage gemünzt. Ich glaube das Verhältnis stimmt nicht. Es läuft sicher nicht alles Rund ,es wird auch Mist verzapft aber guck ich mir mal als Beispiel Fußball an…. Hooligans und Co …ich denke alleine die Gewaltdelikte dürften sich um einiges Vervielfachen im Gegensatz zu Biker,Rocker.


Ich für meinen Teil habe Gute Erfahrungen gemacht. Ich glaube es dürften knapp 30 Jahre her sein da waren Partys auf der Ronsdorfer eine willkommene Abwechslung zur Altstadt.
Wir haben zusammen geredet,Bier getrunken und Party gemacht .
Nicht falsch verstehen...ich verteile hier keine Heiligenscheine ... weder an die Biker noch an "die Gesellschaft"

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Ray05

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Sunday, January 29th 2012, 12:09pm

Das ist ja leider ein übliches Phänomen: Letztens habe ich in der Uni ein Teamprojekt zum Thema Fußball gesehen, wo der Begriff Ultras fiel. Die ersten Nachfragen von Zuhörern waren dann erst einmal, ob die gewalttätig sind usw. Dabei ist das ja gar nicht die Bedeutung eines Ultras. Es gibt immer Bekloppte - egal ob bei den Ultras oder wie in diesem Thema bei "Rockern". Aber allgemein steht für mich Rock und Metal eben auch für Toleranz, Akzeptanz usw. Es ist eben ein Lebensgefühl.

Was genau jetzt in der Kneipe abgeht, kann ich absolut nicht nachvollziehen, weswegen ich mich auch einer Meinung enthalte. Ich habe live nichts mitbekommen und medial-vermittelt auch nur, dass dort ständig Polizei etc. ist. Da ich mir die Artikel aber nicht durchgelesen hatte, kann ich auch dazu nicht viel sagen. Außer, dass die Überschrift "Rocker-Kneipe" natürlich missverständlich ist. Aber das passt auch wieder zur Gesellschaft, bei denen "böse aussehende Metaler" angsteinflößend usw. sind, obwohl´s oftmals die nettesten Menschen sind.

Ich denke also, dass es dir - Fred - nicht darum ging Hell´s Angels etc. zu verharmlosen, sondern den Teil "Rocker-Kneipe" in der Überschrift zu verurteilen, gelle? ;)

rubber ducky

Killepitscher

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Sunday, January 29th 2012, 1:04pm

Biker Treff klingt doch viel angenehmer ... oder ? Wirkt ,klingt allerdings weniger reisserisch .

Hier mal ein interessanter Link zum Thema Gastbeitrag: Rockerkriminalität – Provokation und Aggression als subkulturelle Elemente

Ray05

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Sunday, January 29th 2012, 1:44pm

Meine Fresse...was für ein Mist einige Leute schreiben...traurig, dass der Typ auch noch an der Universität Passau im Akademischen Rat ist.

Das fängt alleine schon im ersten Teil an, auf dem der ganze Text basiert:

Quoted from "Florian Albrecht von der Universität Passau"

„Sub“ in Subkultur weist darauf hin, dass die betreffende „Kultur“ bezüglich ihrer sozialen Stellung am unteren Ende der gesellschaftlichen Akzeptanz angesiedelt ist.
In meinem Sprachgebrauch bezeichnet eine Subkultur nämlich etwas ganz anderes. Es bezeichnet eine Unterkategorie der Kultur an sich. Sie ist also ein bestehender Teil der gesellschaftlichen Kultur im Ganzen, durch die sich diese eben erst bilden kann. Damit verbunden ist natürlich auch die Sichtweise, dass eine Subkultur positive wie negative Ausprägungen haben kann.

Dass der Typ im Folgenden Hell´s Angels und Banditos mit Rockern gleichsetzt und ausführlich darstellt, warum gewalttätige Auseinandersetzungen für "gesellschaftlich unterpriviligierte Menschen" ein völlig normales Mittel zur Behauptung der Ehre sind, führt bei mir zu einer psychischen Spannung: Soll ich lachen oder weinen?

Am Besten ist aber noch der Satz:

Quoted from "Florian Albrecht von der Universität Passau"

Ein Ehrenkodex, der z.B. gewalttätige Ausschreitung in gelenkten Bahnen halten soll, existiert innerhalb der Subkultur allerdings nicht. Gewalt ist somit zum Zwecke der Ehrbehauptung vorprogrammiert.
Spätestens daran sieht man wie gut sich der Forscher mit seinem Gegenstand auskennt. Denn bei Rockern und Metalern gibt es beispielsweise den Ehrenkodex, dass einem Typen, der z.B. bei einem Konzert hinfällt, direkt geholfen wird.

PS: Danke für den Link. Ein wirklich aufschlussreicher Artikel...ich frage mich, wann der Typ Politiker wird 8|

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rubber ducky

Killepitscher

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Sunday, January 29th 2012, 4:27pm

Weinen Ray..Weinen...

10

Sunday, January 29th 2012, 6:26pm

Zitat von »Florian Albrecht von der Universität Passau«
„Sub“ in Subkultur weist darauf hin, dass die betreffende „Kultur“ bezüglich ihrer sozialen Stellung am unteren Ende der gesellschaftlichen Akzeptanz angesiedelt ist.

dieser typ ist in meinen augen ein dummer idiot. wenn das irgendein bulle oder rtlII moderatoren verzapft hätte, wäre ich köstlich amüsiert gewesen.
der herr ist ein jurist. manche können wohl soziale schwächen durch auswendig lernen von paragraphen "ausgleichen"!

http://www.jura.uni-passau.de/albrecht01.html

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