Genau das stellt der Vize-Präsident der nordamerikanischen Indoor-Football-Liga Arena, Jerry Kurz, allerdings im
RP-Interview als besondere Stärke dieser Sportart heraus. In den USA ist die Liga mit diesem Konzept jedenfalls sehr erfolgreich.
Im übrigen wird aktuell wieder über eine gesamteuropäische Liga nachgedacht - also wird es nicht nur deutsche Teams geben. Als Standorte kommen Paris, London, Madrid und eben Düsseldorf in die engere Wahl.
Das Konzept mit der europäischen Liga ist schon ok, aber ich sehe da doch einige Probleme:
1. Barcelona Dragons und London Monarchs sind in der NFLE schon wegen Zuschauer-Mangel baden gegangen, da bezweifle ich, ob in Spanien oder England eine AFLE gegen Fußball auch nur den Hauch einer Chance hat.
2. Ähnliches gilt für Paris. In Frankreich ist schon Rugby ähnlich erfolgreich wie Fußball, welcher Franzose geht also dann noch zum AMERICAN Football? Auch hier zweifle ich an einem Erfolg der AFLE.
3. Die NFLE wurde doch wegen mangelndem Zuspruch und mangelndem Interesse in Europa (in GER hatten wir immerhin 5 Teams!) eingestampft, was soll also der Schachzug, eine abgespeckte Hallen-Variante als auch noch komplett neue Sportart einzuführen?
4. Wer soll da spielen? Deutsche, Spanier, Engländer und Franzosen? Amis? Gemischte Teams? Die Spieler haben doch auf dem europäischen Football-Pflaster null Perspektive, und als AFLE-Spieler in die NFL zu wechseln ist auch eher Utopisch, oder?
Und das Interview hört sich toll an, von wegen alles anders, alles besser, alles viel toller und so.
Das hat man aber auch schon so ähnlich über die NFLE mit 5 deutschen Klubs gehört, die dann ja innerhalb kürzester Zeit (außer in D-Town und FFM) ziemlich in die Hose gegangen ist...
Warum muss man mit aller Gewalt immer wieder versuchen, amerikanische Sport-Verhältnisse bei uns einzuführen?