Schwarzenbach a.d. Saale trauert um Dr. Erika Fuchs
Mit großer Betroffenheit hat die Stadt Schwarzenbach a.d. Saale vom Tod der in München wohnenden, langjährigen Übersetzerin der Micky-Maus-Hefte, Frau Dr. Erika Fuchs, Kenntnis genommen. Voraussichtlich in der Woche nach Pfingsten wird Frau Dr. Erika Fuchs im Rahmen einer Trauerfeier in Schwarzenbach a.d. Saale im Grab ihres Mannes beigesetzt.
Die promovierte Kunsthistorikerin lebte von 1932 bis 1984 in Schwarzenbach a.d. Saale und übersetzte ab 1951 sämtlich Disney-Comics, die in Deutschland erschienen sind. Zahlreiche Örtlichkeiten aus der Region z.B. der Waldstein, Kleinschloppen oder das Paulahölzla wurden so in den Geschichten um Donald Duck verewigt. Auch Schwarzenbacher Persönlichkeiten wie etwa der Zahnarzt Herrmann oder der Eisenwarenhändler Schaff kamen in den Bildergeschichten vor. Für ihre sprachlichen Neuschöpfungen wie etwa „Zisch“, „Grapsch“ oder „Seufz“ wurde Dr. Fuchs mit diversen Preisen ausgezeichnet. Eine ihrer bekanntesten Formulierungen „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ ging in den allgemeinen Sprachgebrauch über. Bei einer Veranstaltung mit dem Feuilletonist der Frankfurt Allgemeinen, Andreas Platthaus, lobte dieser, dass Dr. Erika Fuchs „kleine Sprechblasen“ zu „großer Literatur“ veredle.
Für das Jahr 2006, in dem Dr. Erika Fuchs ihren 100. Geburtstag hätte feiern können, hat die Stadt Schwarzenbach a.d. Saale schon einiges geplant: am 1. April wird der Kongress der D.O.N.A.L.D. im Rathaus tagen. Bei der D.O.N.A.L.D., eine Organsiation, die sich der Erforschung Entenhausens widmet, war Dr. Erika Fuchs Ehrenmitglied. Aus diesem Anlass soll auch eine Gedenktafel an ihrem Wohnhaus angebracht werden. Im Sommer wird dann die Ausstellung „Kunst aus Entenhausen“, die 2004 im Kunstmuseum Bayreuth zu sehen war, in der Saalestadt gezeigt.
Quelle:
http://www.schwarzenbach-saale.de/detail.asp?id=1927