...wie die Doktorarbeit eines psychologischen Studiengangs. Man benötigt keine Jahre um das Verhalten von Vermietern, Maklern und Interessenten so weit studiert zu haben, um die Denkformen der jeweiligen Gehirnstruktur genauer zu analysieren.
Weder habe ich solch eine Bildung, noch werde ich sie in diesem Leben erreichen. Daher kann ich die Gegebenheiten nur aus meiner Person bezeugen und nur in ausgewählten Passagen den Amoklauf gegen die Zeit schildern...
Erkenntnisse (oder Fragen) wie:
- „Oh man, jetzt weiß ich warum mancher Vermieter die Maklerprovision übernimmt damit dieser schnell hierfür eine arme Sau findet“
- „Eine Südterrainwohnung ist KEINE Süd-Terrain-Wohnung“
- „Der erste Eindruck zählt – in vielerlei Hinsicht!“
- „Muss ein Makler zur Schauspielschule?“
- „Wann fängt der „richtige“ Stress eigentlich an?“
-„Eine Wohnungssuche ist wie...“
(werden in nachfolgenden Episoden behandelt)
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Insgesamt habe ich seid dem 10 August, 18 Wohnungen besichtigt, Etwa 43 Telefonate getätigt und schon bereits nach 5 Tagen hatte ich so viele Kilometer intus, dass ich das erste Mal im Leben, aus hungriger Not heraus, richtige Blasenpflaster kaufen musste.
Klasse solche Dinger!! Sollte ich wieder ein mal umziehen (müssen) werde ich schon im Vorfeld einige anschaffen. Noch klüger wäre es gewesen sie direkt zu benutzen. Stattdessen habe ich darauf verzichtet, sich mitten bei Rossmann der Schuhe und Socken zu entledigen und setzte meinen Weg fort.
In Etwa so, kann man sich eine korpulente Person vorstellen die dem Operateur, frisch nach der Hüft-OP davon kriecht.
Die junge Mutter mit ihrem pummeligen Sohn hatte viel zu viel Glück damit, dass ich vor Schmerz, mit zusammengebissenen Zähnen, an Ihr vorbeirauschte als sie zum „Moppel“ sagte:
„Siehst du? Wenn Du weiter so viel Cola trinkst bekommst Du auch solche Gelenkprobleme wie die Frau da!“
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Wenn man sich bei der Wohnungssuche ein Mal eingefahren hat ist auch schon der Stift und Block mit zu klärenden Vorabfragen, jederzeit griffbereit. Doch soll man nicht denken, nur weil die ersten Drei Wohnungen ein Fehlschlag waren, sei man bestens gerüstet für die Extrawurst.. Mit jeder Besichtigung lern man immer dazu.. Zum Beispiel auch die persönlichen Eigenschaften, welche die Anzeichen von Unsicherheit an Samstagen pflegen.
„Soll ich da anrufen? Es ist ja Samstag und auch schon nach 18:00 Uhr“
Bis zur völligen Erschöpfung, körperlicher und psychischer Art, war ich 13 volle Tage, non Stopp unterwegs. Der Sonntag war nicht mehr zu
r Entspannung da sondern zum suchen! Die Frühstückspausen verbrachte ich am Telefon. Die Mittagspausen mit ständiger Suche.. selbst die Freisprecheinrichtung scheint nach drei Tagen mit dem Ohr bereits verwachsen zu sein.. Nicht nur weil man auf Wohnungssuche ist, .. man hat schließlich Verwandte die ständig aktuell gehalten werden sollen und einige Freunde/innen denen man detailliert berichten MUSS..
Neben Stift und Block gesellten sich bald der Zollstock und ein ausziehbares 5m-Messband. Gnade dem Handtaschenerfinder!! Mit DER Handtasche meine ich hier nicht diese Achselschweißkissen manch junger Damen, die darin nicht mehr als ihr Handy verstauen können. Meine ist eine überdimensionale Rumpellkammer und beinhaltet die dollsten Dinge.. was die Größe anbelangt kann ich mich als Frau zumindest auch mal am „Sack“ kratzen!

( Bald hier - Episode III )