Rosenmontagszug in Düsseldorf fällt aus - Session weitestgehend abgesagt

Karneval in Düsseldorf
Die Karnevalssession 2020/21 wird in diesem Jahr wegen Corona ein völlig anderes Gesicht haben, Foto: MichaelGaida / pixabay / CC0 Creative Commons

"Karnevalsgipfel" beschließt starke Einschränkungen

Karneval wird in diesem Jahr nur stark eingeschränkt stattfinden können. Das hat das Land NRW auf einem "Karnevalsgipfel" gemeinsam mit Karnevalisten aus Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen beschlossen. Laut einer Pressemeldung aus dem Rathaus werden die Brauchtumsveranstaltungen in diesem Winter "weitgehend reduziert". Großen Umzüge, wie der Rosenmontagszug in Düsseldorf werden nicht stattfinden können. Auch Karnevalsbälle und der klassische Straßenkarneval sind auf Grund der Corona-Schutzverordnung des Landes nicht möglich.

Karnevalistische Kulturveranstaltungen dürfen stattfinden

Immerhin sollen sogenannte "karnevalistische Kulturveranstaltungen" unter strengen Auflagen stattfinden können. So zum Beispiel das Hoppeditz-Erwachen am 11.11. auf dem Rathausplatz, das entsprechende Beschränkungen unterliegt. Nur eine begrenzte Personenzahl wird vor dem Rathaus zugelassen. Zudem wird es ein striktes Alkoholverbot geben. Weiter setze man auf "kleine, feine Veranstaltungen mit vernünftigen Hygienekonzepten", anstatt auf große gesellige Veranstaltungen.

OB: Entscheidung wenig überraschend

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel kommentierte den Beschluss des "Karnevalsgipfels" wie folgt: "Diese Entscheidung kann angesichts der Pandemielage niemanden überraschen. Es ist natürlich enttäuschend für die Vereine und die Jecken, dass der Karneval, wie wir ihn kennen, nicht möglich sein wird. Immerhin haben die Vereine jetzt weitestgehend die Planungssicherheit, die für sie wichtig ist. Es ist für die Zukunft auch gut, dass das Land finanzielle Hilfen für die Karnevalsvereine in Aussicht gestellt hat."

Finanzielle Hilfe für Karnevalsvereine

Um notleidende Karnevalsvereine finanziell zu unterstützen, wird die Landesregierung das sogenannte "Vereinshilfsprogramm" verlängern. Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei, gab eine Summe von 50 Millionen Euro. bekannt, die dafür zur Verfügung stehe. Damit wolle man dabei helfen, Heimat- und Brauchtumspflege zu erhalten, so Liminski. Doch auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist eine Hilfe sinnvoll. Immerhin gilt Karneval vor allem in der Karnevalshochburg Düsseldorf und der 40 Kilometer südlich gelegenen Domstadt als wichtiger Umsatzfaktor.

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