Kioske - die Pest der Altstadt?

  • Kioske - hopp oder top? 7

    1. Stören das Gesamtbild der Altstadt (1) 14%
    2. Super Alternative für den "kleinen" Einkauf (2) 29%
    3. Praktisch, aber in zu großer Zahl vorhanden (3) 43%
    4. Bloß weg damit (1) 14%

    Hallo zusammen!
     
    Diesen durchaus diskussionsanregenden Artikel findet man in der heutigen RP:
     
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    Ich persönlich habe nichts gegen die kleinen Ich-AG's zwischen den Kneipen. Bieten sie z.B. auch Kontrollen was den Abverkauf von Tabakwaren an Minderjährige angeheht. Ein Automat schafft das nicht.
     
    Dennoch denke ich, dass den Kiosken - gerade weil sie lt. Gesetz als kleine Ausgabe von Kneipen gehandelt werden - wesentliche Auflagen gemacht werden sollten. Ich denke da z.B. an Abgaben für die Müllbeseitigung. Diese könnte sich aus nicht eingenommenen Pfand-Geldern berechnen. Die Öffnungszeiten bis 5.00 Uhr finde ich hingegen weniger Problematisch.
     
    Bei Temperaturen von 25 Grad und mehr in den Abendstunden brauchten sich die Wirte nicht wundern, wenn niemand in die Biosaunen möchte um zu 4vierteltaktiger Musik zu tanzen. Vielmahr sind hier die Wirte gefragt, ihre Schenken entsprechend attraktiver zu machen. Sei es in der Preis- oder Temperaturgestaltung.
     
    Davon abgesehen ist der Sommer nun zusehenst vorbei, was den Streit zwischen Kneipiers und Kioskbesitzern sowieso abkühlen lassen wird.
     
    Trotzdem denke ich, ist dieses Thema mal eine Meinungsumfrage wert. Was haltet Ihr von den kleinen Lädchen mit "Preisgarantie"? Preiswerte Alternative oder Altstadtverseuchung?
     
    Viele Grüße!
    Nico

  • Ich halte die Kioske für ne gute alternative, nur sollte die Stadt die Zahl der Kioske reglementireren. Denn sonst jibbet bald mehr Kioske als China- Imbisse in der Stadt ( und das will was heissen ) :D Kann die Wirte aber verstehen.

  • Ein stetig wachendes Problem der letzten Jahre! Auch meiner Meinung nach sollte die Anzahl der Kioske begrenzt werden und die entsprechende Auflagen straffer angezogen werden. Auf Dauer zerstört dieses Ungleichgewicht die längste Theke der Welt!



    Das Verschmutzungsargument ist für mich weniger nachvollziehbar (mal vom OpenAir-WC abgesehen). Da hat sich doch vielmahr seit bestehen der Rheinuferpromendae ein neuer Berufszweig der 'Pfandsammler' ergründet!

  • Ich habe als Störung abgestimmt. Es ist nicht den Kiosken anzulasten, die freie Standortwahl haben. Aber die Stadt wird sich überlegen, ob sie bei dem Schmuckstück Rheinufer dieses Klientel unbedingt will. Ich denke, die Sache wird bald reglementiert sein.

  • Nach den Diskussionen um die wachsende Gewalt gegen Polizisten in der Altstadt, wird sich Oberbürgermeister Dirk Elbers mit Polizei, Wirten und der Altstadtgemeinschaft an einen "runden Tisch" setzen und Lösungsansätze diskutieren. Grandios der Vorschlag der Altstadt-Wirte, der heute in der NRZ wie folgt betitelt wird:


    Wirte fordern Alkoholverbot


    "[...]Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen. Ein leidiges Thema. Der Polizeipräsident und der Ordnungsdezernent haben so etwas für den Burgplatz gefordert - und eine Abfuhr vom Rat bekommen. Jetzt fordern Wirte ein Verbot für die gesamte Altstadt. Politisch derzeit nicht durchsetzbar.[...]"


    Nach meinem Empfinden wollen sich die Altstadtwirte durch ein derartiges Verbot vielmehr die (zu Recht!) ungeliebten Kiosk-Betriebe in der Altstadt vom Hals schaffen, die durch den Verkauf von Flaschen-Bier in den letzten Jahren herbe Umsatzverluste für die Wirte bedeuteten. Mit einer wirksamen Maßnahme gegen wachsende Gewalt hat das aber nichts zu tun...

  • ...mann, mann, mann...alle paar jahre wieder das nervige thema...dann hol ich mir mein straßenbier eben an der tanke am marktplatz oder bis 22:00h im supermarkt und kaufe entsprechend mehr ein!!! ...ich denke nicht, dass die wirte mehr verdienen, wenn die büdchen weg sind...büdchen-publikum und kneipengänger überschneiden sich ja nur teilweise!

  • dann hol ich mir mein straßenbier eben an der tanke am marktplatz oder bis 22:00h im supermarkt und kaufe entsprechend mehr ein!


    So denken aber die wenigsten. Gerade die ganzen Altstadt-Touris fallen doch aktuell direkt von der Heinrich-Heine-Alle in 5-6 Büdchen. Wenn die aber erst lange suchen müssten, ohne Erfolgsgarantie, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, das die eine Kneipe anzusteuern!

  • Wirte fordern Alkoholverbot


    "Nach meinem Empfinden wollen sich die Altstadtwirte durch ein derartiges Verbot vielmehr die (zu Recht!) ungeliebten Kiosk-Betriebe in der Altstadt vom Hals schaffen, die durch den Verkauf von Flaschen-Bier in den letzten Jahren herbe Umsatzverluste für die Wirte bedeuteten. Mit einer wirksamen Maßnahme gegen wachsende Gewalt hat das aber nichts zu tun...

    Welche Altstadtwirte sind denn das!? Bestimmt nicht alle! Mir fallen gleich ein paar wie Ohme Jupp auf der Ratingerstraße ein, die sich noch vor nicht allzu langer Zeit - und aus meiner Sicht vollkommen nachvollziehbar - gegen ein Alkoholverbot und Alkoholausschank auf der Straße (in dem Fall Ratinger) erfolgreich gewehrt haben! Damals hatten - glaube ich - zwei Anwälte geklagt, sie kämen mit ihren Autos nicht mehr über die Ratinger in die Garage... :thumbdown:


    Was die Kioske angeht: die gehören eher in die Altstadt als bestimmte andere Läden. Immerhin leben auch Menschen in Altstadt...

  • Was die Kioske angeht: die gehören eher in die Altstadt als bestimmte andere Läden. Immerhin leben auch Menschen in Altstadt...


    Klar, ein paar haben sicherlich eine Daseinberechtigung (ich z.B. wüsste nicht wie ich miene Schuklzeit ohne das Büdchen af der ratinger ausgehalten hätte - dat gibt's auch heute noch!). Aber erkär mir, warum es im Umkreis von 50 Metern um die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee gleich 5-6 Büdchen mit praktisch identischem Warenangebot geben muss!

  • Aber erkär mir, warum es im Umkreis von 50 Metern um die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee gleich 5-6 Büdchen mit praktisch identischem Warenangebot geben muss!

    Klar, wenn das so viele sind und sich das Warenangebot zudem ausschließlich als "Billigbetankungsangebot" darstellt, ist dat natürlich´n bissken viel.


    Dennoch ärgert mich, wenn Wirte rumjammern und nach Alkoholverbot rufen, weil andere - genau wie sie selbst - sich danach orientieren, was der "Markt" verlangt und entsprechend "Stoff" raushauen. Nur eben billiger. Deswegen meine Frage, um welche Wirte es denn da geht.


    Im übrigen denke ich, dass man 1.) eine Schließung der Kioske rein rechtlich nicht hinbekommt solange die ihre Miete bezahlen und 2.) damit nur für mehr Umsatz bei den Tanken sorgen würde.


    BTW: Genau an das Büdchen auf der Ratinger habe ich auch gedacht! Wäre schade, wenn das weg wäre. Vielleicht auch noch um für´n Mini-Hooters oder so Platz zu machen (schudder :thumbdown: )....

  • Deswegen meine Frage, um welche Wirte es denn da geht.


    Siehe oben. Gesprochen wird von der "Altstadtgemeinschaft" in der so ziemlich alle Wirte Mitglied sind.


    Zitat

    Im übrigen denke ich, dass man 1.) eine Schließung der Kioske rein rechtlich nicht hinbekommt solange die ihre Miete bezahlen


    Die wollen doch auch keine Schließung, sondern ein Alkoholverbot um die Kisoke langsam und rechtlich völlig korrekt ausbluten zu lassen. BTW: das ist reine Interpretation meinerseits. In dem Artikel geht es vorrangig um die sich häufenden Gewaltübergriffe auf die Altstadt-Polizisten - wie gesagt. Ich denke halt das die Wirte die Gunst der Stunde nutzen.


    Zitat

    2.) damit nur für mehr Umsatz bei den Tanken sorgen würde.


    Ernsthaft: wie viele Tanken kennst du in der Altstadt? ;)

  • Ernsthaft: wie viele Tanken kennst du in der Altstadt? ;)

    Auf dem Weg in die Altstadt ´ne ganze Menge und zwar aus allen Richtungen! Proaktive Bierversorgung frei nach Bartotainment! Genau so hab ich´s früher gemacht... 8o


    Egal, weniger Bölkstoff aus´m Kiosk heißt für mich nicht weniger Gewalt gegen unsere geliebte Altstadt-Exekutive. Wer suppe will süppt weiter und wer sich kloppen will kloppt sich auch weiter. Und das hat eher was mit einer bestimmten Art der Kundschaft in der Altstadt zu tun...


    wollt ich grad sagen. wenn ich für jedes bier kilometer weit laufen müsste, würd ich mit dem trinken aufhören :D

    Die haben auch Tüten da! ;)

  • Ein generelles Alkoholverbot in der Altstadt halt ich für übertrieben und nicht durchsetzbar. Wer soll das den kontrolieren? Das OSD? Wenn die Leute Bier in der Bahn trinken, stört es auch keinen, obwohl es verboten ist. Und vorallem, wo fängt die Strasse an und wo hört sie auf? Wenn ich im Sommer beim Uerige draussen ein Bier trinke bin ich ja quasi auch auf der Strasse.


    Und der Sache mit dem Alkoholverbot am Büdchen stehe ich auch skeptisch gegenüber. Mal ganz im Ernst, wer versorgt sich denn da mit Sprit? Die Obdachlosen, Jungesellenabschiede und Kinder die sonst nirgendwo rein kommen. Ich denke nicht, dass dies der Kern der Gewalt ist.

  • ich denke man sollte generell den alkoholkonsum verbieten !


    nebenbei machen wir trotzdem noch alle büdchen zu, führen die sperrstunde ab 24:00 uhr ein und dürfen nur noch mit ausweiskontolle in die altstadt rein. die kneipen werden geschlossen, da diese eh nur alkoholgeiles publikum anziehen und "die treppe" wird zu einem parkplatz umfunktioniert.


    dann streichen wir noch karneval,die altbiertage,die jazz-ralley,etc. und positionieren die bundeswehr an strategisch wichtigen spaß-zonen in der altstadt: die ratinger wird mit panzern besetzt und die bolker mit mobilen einheiten, dazu noch scharfschützen auf den dächern der altstadt sowie mienen vor jedem büdchen..
    außerdem dürfen alle "nicht deutschen mitbürger" nur mit polizeilichem führungzeugnis und mit begleitung eines erwachsenen deutschen maximal an zwei abenden im monat,wovon nur einer am wochenende sein darf,in die city.


    was ich mit diesem sinnlosen gerede sagen möchte ist folgendes:


    überall wo viele menschen aufeinandertreffen die alkohol konsumieren, gibt es fast schon als logische schlussfolgerung ab einem bestimmten zeitpunkt probleme. das hat weder was mit den büdchen, noch mit den wirten,noch mit jugendlichen mit migrationshintergrund...etc. zu tun, sondern einzig und alleine mit dem alkohol !
    ob ich nun billig "vorglühe" oder teuer feiern gehe und danach an der u-bahnhaltestelle die fetzte fliegen, fakt ist, nüchtern passiert so was nicht! oder habt ihr schonmal um 13:15 an der heinrich-heine zwei prügelnde hausfrauen gesehen,die eine grundsatzdiskusion nicht mehr verbal regeln konnten ??


    somit mein fazit: entweder man verbannt den alkohol komplett aus der city ( wie auch immer das funktionieren mag und kontrolliert werden soll ) oder man setzt alles daran, alkoholbedingte probleme zu lösen indem mehr polizei aufgeboten wird,mehr kontrollen durchgeführt werden..etc.


    obs was bringt außer : "...ey ich lass mir nicht sagen wo ich was, wie machen soll ey...???"
    ich weiss es nicht.


    was meint ihr ?

  • ich kann den herrn oxenfort eigentlich verstehen. wenn das mein laden wär würd mir das auch auf den senkel gehen das dort die ganze nacht knallvolle gestalten ihr flaschen durch die gegend werfen..........


    früher gab es so was einfach nicht. ich kann mich nicht erinnern das es damals so extrem war.
    ich hab auch nie mit bierflasche die ganze nacht irgendwo zwischen kurze str. und mertensgasse rumgelungert.


    irgendwie können sich die leute heute nicht mehr benehmen und deshalb muss wohl etwas passieren.
    sie sind es selbst schuld.


    mich persönlich interessieren diese büdchen eh nicht.

  • überall wo viele menschen aufeinandertreffen die alkohol konsumieren, gibt es fast schon als logische schlussfolgerung ab einem bestimmten zeitpunkt probleme. das hat weder was mit den büdchen, noch mit den wirten,noch mit jugendlichen mit migrationshintergrund...etc. zu tun, sondern einzig und alleine mit dem alkohol !
    ob ich nun billig "vorglühe" oder teuer feiern gehe und danach an der u-bahnhaltestelle die fetzte fliegen, fakt ist, nüchtern passiert so was nicht! oder habt ihr schonmal um 13:15 an der heinrich-heine zwei prügelnde hausfrauen gesehen,die eine grundsatzdiskusion nicht mehr verbal regeln konnten ??


    somit mein fazit: entweder man verbannt den alkohol komplett aus der city ( wie auch immer das funktionieren mag und kontrolliert werden soll ) oder man setzt alles daran, alkoholbedingte probleme zu lösen indem mehr polizei aufgeboten wird,mehr kontrollen durchgeführt werden..etc.

    Genau so ist das!Und wenn ich dann in dem Artikel lese, dass unsere Exekutive im beschriebenen Fall den Schwanz einzieht sobald Krawall droht, wundert mich da nix mehr. Gibt nunmal immer mehr Läden in der Altstadt, die davon leben, Krawallnasen gerade aus dem Umland auch noch derbe abzufüllen. Das es da früher gefühlt weniger Zoff gab, liegt in meinen Augen auch daran, dass die Altstadtwache damals nicht gerade mit Betschwestern besetzt war. Die Altstadtwache galt wohl eine Zeitlang eher als Strafversetzung für in der Vergangenheit "einsatzfreudige" Beamte.


    Jetzt kann man natürlich an jede Ecke Security postieren, oder - wie am Steintor in Hannover - Hells Angels vor die Türen stellen. Wird dann deutlich ruhiger, ist aber irgendwie "ungemütlich"... :S

  • früher gab es so was einfach nicht. ich kann mich nicht erinnern das es damals so extrem war.
    ich hab auch nie mit bierflasche die ganze nacht irgendwo zwischen kurze str. und mertensgasse rumgelungert.

    ...wir ham früher immer nur rumgelungert! ;) :D


    ...und früher gab´s das auch, aber anscheinend nicht so extrem...richtig ist aber, dass es in der altstadt heute mehr büdel gibt als noch vor zehn jahren! den grund für zunehmende gewalt sehe ich aber sicher nicht bei den büdchen!