Street-Art: Graffiti in Düsseldorf

  • also ne korrekte offizielle liste gibt es da nicht...aber in bilk am s-bahnof ist ne legale lange wand, dann eine in rath und in neuss am rheinparkcenter.
    ...und dann is da noch teppichfrick in flingern an der kettwiger str.-das allerdings nicht legal, wird aber toleriert!


    das mit den tafeln is aber auch schon ein alter hut, die föns kleben ihre schilder nun schon seit fast anderthalb jahren mit fugenkleber an wände...ist aber ne ganz nette sache

  • wer sich regelmäßig über graffiti in nrw auf dem laufenden halten will sollte sich das einfallsreich betitelte graffiti magazine mal zu gemüte führen! alle vier monate erscheinend kommt am 1.8. die nächste ausgabe. erhältlich ist das magazin in düsseldorf auf jeden fall in der hoodcompany auf der hüttenstrasse ( http://hoodcompany.de/ )und in diversen anderen läden!
    die wenig aufschlussreiche aber dennoch hübsch aufgeräumte seite zum magazin findet ihr hier:
    http://graffiti-magazine.net/

  • Na toll ..


    Lebensgefährliches Teufelszeug


    VANDALISMUS. Der neuste Trend der Graffiti-Szene macht Experten Sorge: Jugendliche füllen ätzende Flusssäure in Filzstife. 
    Es ist ein lebensgefährlicher Trend, der sich in der Graffiti-Szene verbreitet: "Ätzing" nennen es die Experten, wenn die meist jugendlichen Täter ätzende Flusssäure in Filzstifte füllen und damit die Scheiben von Bussen, Bahnen und Wartehäuschen beschmieren.


    "Erst vor zwei Monaten wurde die Scheibe einer Stadtbahn mit Flusssäure beschädigt", ärgert sich Heike Schuster, Sprecherin der Rheinbahn. In jüngster Zeit käme das öfter vor. "Das Glas wird verätzt, und der Schriftzug steht dann dreidimensional hervor. Meistens sind kleine Bläschen zu sehen", erklärt Schuster. Außerdem sehe die Oberfläche milchig aus. "Unsere Mitarbeiter haben wir über die Gefahren aufgeklärt", sagt die Sprecherin. "Sie müssen Handschuhe und Schutzbrillen bei der Reinigung tragen." Auf 1,5 Millionen Euro beläuft sich der Schaden, der durch Vandalismus, also auch durch die Säure-Graffitis, jährlich entsteht.


    [...]


    Denn die Chemikalie ätzt sich unter die Haut. "Das tut bestialisch weh und brennt fürchterlich. Außerdem blockiert sie im Körper Calcium und Magnesiumionen", erklärt Arno Dittmann, stellvertretender Leiter der Werksfeuerwehr im Düsseldorfer Henkelwerk. Dies könne zu enormen Stoffwechselstörungen führen, wenn es nicht rechtzeitig behandelt würde. "Schon eine tellergroße Verätzung kann innerhalb von drei Stunden zum Tod führen", warnt der Experte. Die Säure sei sogar in der Lage, Knochen anzugreifen.


    [...]


    Beim Kontakt mit der ätzenden Flüssigkeit gibt es für die Opfer nur eine medizinische Rettung: Ein spezielles Calciumgel. "Das wird auf die Haut aufgetragen und sorgt dafür, dass die Säure den Rückweg an die Hautoberfläche antritt. Denn sie geht immer dahin, wo es am meisten Calcium gibt", erklärt Arno Dittmann.


    [...]


    http://www.nrz.de/nrz/nrz.dues…Duesseldorf&kategorie=POL

  • ...ein alter hut...das gab es in den frühen neunzigern auch schon...sieht eher scheisse aus, ähnlich wie bei "scratchings" wo die glasoberfläche zum beispiel mit einem nothammer oder glasschneider geritzt wird, allerdings weniger eckig...das geht auch wieder vorbei, wenn die zwei, drei kids gemerkt haben, dass sich der akt nicht lohnt und wieder zu normalen markern zurückkehren...in fünf jahren kommt dann wieder einer damit an und die zeitungen haben erneut was zum aufregen!

  • Ich hatte ja schon an anderer Stelle "angedroht" eine Fotoserie über und mit Grafittis zu machen. Jetzt geht es los :D


    Grafittis haben die Eigenart Kunst und bloße Schmierei sein zu können, oft versteckt sich hinter dieser Kunstform eine Art Trostlosigkeit und Frust auszudrücken, was aber nicht als solches verstanden wird - oft leider zu recht. Diese "Schmierereien" lenken aber doch häufig den Blick zu Stellen, die man so wahrscheinlich nicht wahrgenommen hätte. So ergibt sich auch eine Möglichkeit Grafittis fotografisch als eine Ausdrucksform zu nutzen und Emotionen zu wecken. Marodes kann auch schön erscheinen und wo Dinge verfallen kann auch immer Neues entstehen. Hier zeigen sich der Wandel der Zeit und Hoffnung auf Verbesserung.


    Meine dazugehörigen Fotografien entstehen meist am Rande anderer Fotoprojekte und Düsseldorf wird in Kürze etwas gezielter mit einbezogen.


    Alle bisherigen Fotos gibt es unter


    http://www.stefanjunger.de/ind…w=article&id=83&Itemid=81
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/334299


    PS: Vandalismus kann man nur damit begegnen den Frust abzustellen, der den Vandalismus ausgelöst hat.

  • Sprayer sollen Sprayer vertreiben


    STADTGESTALTUNG. In einer S-Bahn-Unterführung könnten schöne Bilder aus der Dose Schmierereien verhindern.


    ELLER. Schön gestaltete Graffiti sind selbst für wilde Sprayer tabu. Diese Erfahrung mit dem Ehrenkodex der Sprühdosenkünstler will sich die SPD in der Bezirksvertretung 8 zu Nutze machen: Die "abstoßende" Unterführung am S-Bahnhof Eller-Mitte soll durch Bilder aus der Dose verschönert werden. Damit würden Schmierereien verhindert, und Passanten fühlten sich in einer insgesamt schöneren Passage auch subjektiv sicherer. Die Idee ist nicht neu: In Rath verschönert, wie berichtet, die Jugendberufshilfe seit Oktober bereits eine schmuddelige Bahnunterführung durch Graffiti. [...]


    http://www.derwesten.de/nachri…/news-3712623/detail.html

  • ...mehr legale wände machen auf jeden fall sinn. zumindest bei unterführungen & co. :thumbup: 
    allerdings wird das "problem" als solches damit nicht gelöst, sondern einfach nur verlagert!


    von daher kann ich dem zitat "Vandalismus kann man nur damit begegnen den Frust abzustellen, der den Vandalismus ausgelöst hat" nur beipflichten! :!:

  • Barto, jetzt hoffe, dass hier keiner von der Stadtreinigung oder Straßenverkehrsbehörde reinschaut und deine damalige Suche nach 3,5" Disketten, dein Avatarbild und dieses Foto sieht:


    [IMG:]

    "Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst." - George Best