"GAP 15" - neues Hochhaus Graf-Adolf-Platz 15

  • Ach du Schei*e...das kann aber wirklich mal böse enden...wichtig ist, dass jetzt ein ausgiebiges Gutachten folgt und wirklich JEDE kleinste Stelle von JEDEM Fenster überprüft wird und notfalls überall nochmal neue Sicherungen eingebaut werden, damit sowas einfach nicht nochmal wieder passieren kann...das geht einfach nicht...wird da eine Person mal aus zehn Metern getroffen kann das schon tödlich enden bei dem Gewicht!

  • Laut RP wird der Vorfall seit gestern Morgen von einem Gutachter untersucht.


    Das drei Meter hohe und einen Meter breite Fenster war übrigens nicht zu öffnen. Der Vorfall von 2009, wo ebenfalls ein Fenster abstürzte, war auf eine fehlerhafte Schließung zurückzuführen - das kann diesmal ausgeschlossen werden. Diesmal ist die Scheibe gerissen, der Rahmen blieb hingegen intakt. Laut Jurek Slapa, dem Architekten des GAP 15, könnte es sich um einen "Fabrikationsfehler im Glas" handeln. Das wäre aber ein seltsamer Zufall oder? Ist schon alles etwas komisch... :huh:

  • GAP 15 wird mit grünem Netz gesichert


    Nachdem sich am vergangenen Mittwochabend aus bislang ungeklärten Gründen, gegen 20.50 Uhr in fast 60 Meter Höhe Teile einer Scheibe im 16. Stockwerk aus der Fassade gelöst hatten, wird das gesamte Gebäude "GAP 15" am Graf Adolf Platz nun mit einem grünen Schutznetz gesichert. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte des Gebäudes eingehüllt. Nach Angaben einer Sprecherin der Deka Bank, die Eigentümerin der Immobilie ist, werden die Arbeiten bis zur vollständigen Verhüllung noch bis Freitag andauern. Der eingesetzte Gutachter hatte bis zum Abschluss deiner Untersuchungen zu diesem Schritt geraten, um kein Risiko für Mieter und Passanten einzugehen. Wenn das Netz gespannt ist, werden die mehr als 3.000 Scheiben des GAP 15 eingehend überprüft. Bis zum Abschluss der Untersuchung wird aber noch einige Zeit vergehen.

  • Also diese Sicherung in allen Ehren. Aber wie soll so ein Netz ein x-Tonnen schweres Fenster abhalten?


    Kenn mich da auch nicht so aus, aber das klingt so nach "wir tun was, aber das sieht auch eher nach Sicherheit aus, als das sie wirklich welche böte." Allerdings hab ich da auch wirklich keine Ahnung :D

    "Der Gedanke geht der That voraus, wie der Blitz dem Donner. Der deutsche Donner ist freilich auch ein Deutscher und ist nicht sehr gelenkig, und kommt etwas langsam herangerollt; aber kommen wird er, und wenn Ihr es einst krachen hört, wie es noch niemals in der Weltgeschichte gekracht hat, so wißt: der deutsche Donner hat endlich sein Ziel erreicht." Heinrich Heine


    www.umsturzblog.wordpress.com

  • Also diese Sicherung in allen Ehren. Aber wie soll so ein Netz ein x-Tonnen schweres Fenster abhalten?


    Das ist ja ein ganz üblicher Vorgang. Das Netz verhindert nicht das sich ein Fenster löst, sondern das es unkontrolliert abstürzt. Bei Hochhauseinrüstungen kann man das ja häufig als Vorsichtsmaßnahme beobachten.


    Mittlerweile ist das GAP 15 übrogens fertig "eingenetzt":
    [IMG:]
    Höhenkletterer von Fred_Madison auf Flickr

  • Hochhaus bleibt vorerst im Netz


    Das GAP 15 bleibt vorerst grün. Erst in drei bis vier Wochen rechnet die Bauaufsicht der Stadt Düsseldorf mit einem Bericht der Gutachter über den Zustand der Fassade. Und auch der soll bloß ein „erstes Zwischenergebnis“ sein, sagte Ulrike Lappesen, Leiterin des Bauaufsichtsamts, auf Anfrage. [...] „Dort wird jetzt jedes Fassadenteil akribisch untersucht“, so Lappesen. War ein Konstruktionsfehler die Ursache, wäre nicht auszuschließen, dass weitere Teile reißen und herabstürzen. Bei mehr als 3000 Scheiben, aus denen die eigens für das GAP 15 entwickelte Fassade besteht, erfordere die gründliche Kontrolle etwas Zeit. weiter lesen auf rp-online.de

  • GAP15 weiter grün


    Tja. Und nun mal eine Frage an die Experten unter Euch: meine Vermutung ist ja, dass sich das Gebäude bei Sturm ein wenig neigt (wie ja alle Gebäude; der Rheinturm an der Spitze bis zu 2m), und sich dabei Spannung in Fenster-Rahmen- und Scheiben aufbaut und die Verglasung so zum Bersten bringt. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass der Wind die Scheiben "direkt" aus Ihrer Verankerung reißt. Dazu hat man doch eigentlich genug Erfahrung mit Hochhäusern.


    So oder so. Wird teuer...

  • Interessante Theorie - allerdings kann ich mir das beim GAP15 kaum vorstellen. Sowas muss man doch miteinplanen und gerade die Belastung durch Wind vorher analysieren bevor man sich für Fenster entscheidet!?


    Das Dreischeibenhaus hatte vor der großen Renovierung damals ja ein ähnliches Problem. Da gingen auch ständig Fenster zu Bruch (bis zu 100 im Jahr) - allerdings fielen die nicht einfach aus dem Rahmen. Durch neue Fenster konnte das Thema damals fast komplett beseitigt werden. Und das Dreischeibenhaus steht mit seiner massiven Breitseite sicher unter größerer Belastung als das schlanke und zudem noch gewölbte GAP15.

  • Laut RP ist immernoch keine Besserung in Sachen Einnetzung des GAP15 in Sicht: "Ursprünglich sollte die Fassadensicherung des Hochhauses in diesen Wochen entfernt werden – doch daraus scheint nichts zu werden. „Eventuell noch über das Frühjahr 2012 hinaus“ bleibt das grüne Netz hängen. Gespräche über eine Mietminderung sind noch nicht abgeschlossen."

  • Fehler gefunden! Sicherheitsnetz am GAP15 kann bald verschwinden


    Das Sicherheitsnetz am GAP15 kann nun doch schneller verschwinden als kürzlich angekündigt. Der Besitzer des Gebäudes, die Deka Immobilien GmbH, gab gestern bekannt, dass die mehrmonatigen Untersuchungen der Glasfassade zu einem Ergebnis schlüssigen Ergebnis geführt haben. Demnach wurden an 280 gebogene Fenstergläser an den runden Spitzen des Gebäudes Materialmängel festgestellt. An 120 geraden Fensterscheiben an der Seitenfront des Gebäudes gibt es nach Auskunft der Gutachter Montagefehler. Diese sollen in den nächsten Wochen entfernt werden. Im Anschluss kann das Sicherheitsnetz in Teilen verschwinden. Die gebogene Fenster müssen komplett ausgetauscht und mit einer zusätzlichen Spezialfolie beschichtet werden. Die Arbeiten werden insgesamt bis August 2012 andauern.


    Unklar ist bisher, wer für den entstandenen Schaden aufkommen soll. Wie die RP berichtet, werden allein die Kosten für Sicherungsmaßnahmen, Gutachten und Reparaturmaßnahmen auf 1,4 Millionen Euro beziffert. Aktuell verhandeln Besitzer, Bauherr und der Spezialbauer der Fassadenkonstruktion über die Übernahme der Kosten.