Welches Altbier trinkt ihr am liebsten ?

  • Ein interessanter Artikel aus der WZ mit einer traurigen Neuigkeit:


    Hausbrauer machen in Stadtteilen ein Fass auf


    Auf der größten Kirmes am Rhein wurde im Zelt von Düssel Alt noch kräftig gefeiert. Dass es eine Abschiedsfeier werden würde, ahnte da noch niemand. Jetzt steht fest: Der Name Düssel Alt wird schon bald Geschichte sein. "Wir haben gedacht, wir könnten die Marke Düssel Alt auf dem Markt platzieren. Das hat leider nicht geklappt", bestätigte Klaus Walschuss von der Schlösser Brauerei. Zurzeit fließt noch aus rund 120 Zapfhähnen Düssel Alt. Das wird bis zum Jahresende durch Schlösser ersetzt. Zwei renommierte Objekte das Arcari und die Uel in der Altstadt hatte Düssel Alt in den vergangenen Monaten an die Hausbrauerei Füchschen verloren. Das Stammhaus von Düssel Alt, die Hausbrauerei "Zum Hirschchen" in Derendorf, wird gerade mit viel Aufwand umgebaut.


    Brau und Brunnen, der Mutterkonzern von Schlösser, hatte zum Jahresanfang die Monheimer Brauerei gekauft. Übrigens die einzige Brauerei der Welt, wo gleichzeitig Alt und Kölsch hergestellt wurde. Die wiederum hatte sieben Jahre zuvor die 1897 gegründete Düsseldorfer Hirsch Brauerei übernommen, wo das Düssel Alt ursprünglich gebraut wurde.


    "Es waren zuletzt immerhin noch 15 000 Hektoliter", erklärte Hans Peters, der Chef der Monheimer Brauerei, die zurzeit ebenso wie die Hirsch Brauerei "abgewickelt" wird. Hansen: "Die Brauereitechnik wird nach Russland verkauft. Dort kann dann theoretisch Düssel Alt weiter gebraut werden." Kölsch aus Russland wird es dagegen nicht geben: "Der Name ist geschützt. Mit der Anlage kann man ein helles, obergäriges Bier herstellen, das aber einen anderen Namen haben muss."


    Während die Groß-Brauereien unter der Flaute auf dem Altbiermarkt leiden, sind die Hausbrauereien auf dem Vormarsch. Immer mehr Gastronomen wünschen sich Uerige, Schumacher, Schlüssel oder Füchschen. Durchaus ein zweischneidiges Schwert. "Füchschen Alt soll immer etwas Besonderes bleiben. Darum sollte man damit nicht inflationär umgehen", sagt Brauereichef Peter König.


    Ähnlich sieht das auch Frank Hebmüller, technischer Leiter im Uerige: "Die Musik spielt bei uns im Stammhaus. Wir suchen uns die Wirte gut aus, die zu uns passen." Rund 25 Gaststätten dürfen das "leckere Dröppke" ausschenken. Seit der Einführung der 0,33-Flasche gibt es Uerige auch verstärkt in Spitzenrestaurants wie dem Hummerstübchen, das immerhin zwei Sterne hat.


    Dabei drängt es die Hausbrauereien zunehmend in die Stadtteile. "Pro Stadtteil eine Gaststätte mit Schlüssel-Alt ist unsere Philosophie", erklärt Wolfgang Osinski, Sprecher der Hausbrauerei Zum Schlüssel, die Strategie des Unternehmens. In Heerdt, Oberkassel und an der Kopernikusstraße gibt es schon Schlüssel-Gaststätten. Osinski: "Der Schwan in Kaiserswerth sowie das Schwabs und das Wenmakers in Derendorf kommen bald dazu." Auf 15 000 Hektoliter 2003 hat der Schlüssel seine Produktion steigern können, ein Plus von 14 Prozent.


    Beim Füchschen sind mit 21 000 Hektolitern die Grenzen des Wachstums erreicht. Aber auch König möchte in den Stadtteilen vertreten sein. Rund 20 Wirte dürfen sein Füchschen servieren. Neu hinzu gekommen sind unter anderem der Fuchs am Klemensplatz (der gehörte vorher zum Uerige) und das Haus Rheingarten in Lohausen. Bald spitzt der Fuchs auch im Weise an der Nordstraße, dem früheren Café du Nord, die Öhrchen.


    Auf Expansion setzt auch die Hausbrauerei Schumacher. Gerade erst wurde der Ausschank am Kölner Tor in Gerresheim eröffnet. In Oberkassel fließt das Traditions-Alt in der Gaststätte Steff, in Kaiserswerth in der Tonhalle aus den Zapfhähnen. Insgesamt 13 Lokale werden regelmäßig von Schumacher beliefert. "Dazu kommen Gaststätten, in denen es einoder zweimal in der Woche oder zu besonderen Anlässen Schumacher gibt", weiß Rolf Hengst.


    Das gilt übrigens auch für die anderen Hausbrauereien. Die wissen dann oft gar nicht, wo ihr Bier überall ausgeschenkt wird, weil viele Gastronomen sich direkt von Getränke-Großhändlern beliefern lassen.

  • Normalerweise mag ich ja Frankenheim am liebsten, aber da hatte ich in letzter Zeit einige schlechte dabei. War auch kein Aufdruck auf der Flasche, wie lang sie haltbar ist. Das nervt ein bisschen, schmeckte auch wie Arsch und Friedrich....

  • Zitat

    ...aber da hatte ich in letzter Zeit einige schlechte dabei.


    Oha - das würde ich sofort der Brauerei melden. Für solche Kundeninfos gibt's für gewöhnlich einen ordentlichen Präsentkorb! 8)


    Zitat

    Och, mir schmeckt jede Sorte gut, jedenfalls mit Cola gemischt! Zunge raus


    Bahpfuibah! Wir reden von Altbier und nicht von Altbierverunreinigungen!

  • Zitat

    Original von bartotainment
    also als armer student kauf ich in der regel nur das gute oettinger alt...aber auch nur wenn es kein oettinger pils mehr gibt...


    Herzlich willkommen erstmal!


    Zwangsläufig muss ich mich bei deinem Bierkonsumverhalten fragen, ob der Geschmack auf der Strecke bleiben MUSS wenn man Student ist! ;) Ich finde Öettinger alt ähnlich übel wie Hannen Alt, Traugott Simon Alt oder Rhenania Alt. Wer's günstig aber trotzdem lecker mag, dem empfehle ich Bolten Alt (Korschenbroich). Den Kasten gibbet meines Wissens für 6-9 EUR.

  • hey...ich wusste garnicht, dass es von traugott simon auch ein alt gibt...


    in der regel ist es doch so: nach den ersten drei flaschen schmeckt eh alles recht ähnlich pelzig und wenn ich die ersten drei schnell genug reinkrieg, fällt der geschmack garnicht mehr so ins gewicht...und im ernst, beim saufen ist mir der geschmack (fast) egal, ich kaufe ja auch keinen markenschnappes, sondern das billigste vom billigen (naja, ausser korn...bäh)!
    wenn ich bei einem guten essen sitze, gönn ich mir schon auch ein ordentliches markenbier, dann aber sicherlich kein alt sonder in der regel ´nen guten tschechen hopfensaft (am liebsten staropramen oder das klassische pilsener urquell)!!!

  • Zitat

    Original von bartotainment
    und im ernst, beim saufen ist mir der geschmack (fast) egal,


    Ich trinke Bier aber auch mal zum Genuss. Da muss es dann schon was ordentliches ein!


    Zitat

    wenn ich bei einem guten essen sitze, gönn ich mir schon auch ein ordentliches markenbier, dann aber sicherlich kein alt sonder in der regel ´nen guten tschechen hopfensaft


    Die tschechische Bierbrauerkunst in allen Ehren - aber hätte ich die Wahl, ich würde IMMER ein Altbier wählen!


    Zitat

    (am liebsten staropramen oder das klassische pilsener urquell)!!!


    Staropramen ist echt ein lecker Bierchen. Kann mich noch an ein einschlägiges Erlbenis in der Staropramen-Brauerei in Prag erinnen.... :D

  • Also .. in den 4,5 Jahren, die ich nun in Düsseldorf lebe habe ich festgestellt, dass erstens das Bier der Brauhäuser immer das beste ist und zweitens es nur kühl schmeckt. Diebels und Frankenheim lassen nicht auch lauwarm und aus der Flasche ertragen 8)


    Ein kühles Blondes in Form einer hellen Halben vermisse ich hier aber schon etwas. Helles kennt man hier ja nicht.


    Ansonsten kann man sich aber sehr an Alt gewöhnen.


    Wein ziehe ich aber trotzdem jedem Bier vor ;)

  • Warsteiner kauft unser Frankenheim


    Beim Bier-Poker gab es keine Konkurrenz


    Unter einer Liebeshochzeit versteht man wohl etwas anderes… Jetzt ist klar: Die Pilsbrauerei Warsteiner schluckt unser Frankenheim. In dieser Woche soll der Übernahme-Vertrag von den beiden Brauereichefs Peter Frankenheim und Albert Cramer unterzeichnet werden.


    Seit in der letzten Woche über den Kauf durch Warsteiner spekuliert wurde (EXPRESS berichtete), herrscht nervöse Anspannung bei den Frankenheim-Mitarbeitern. Im Ausschank an der Wielandstraße gab es kein anderes Thema. „Werden wir jetzt Warsteiner?“ war die bange Frage. Informationen aus der Führungsetage gab es nicht.


    Rund 150 Mitarbeiter hat die letzte Privatbrauerei Düsseldorfs noch. Insider gehen davon aus, dass sich die Zahl nach der Übernahme von Warsteiner verringern wird – gerade im Außendienst, wo ein Biervertreter künftig für zwei Marken zuständig sein könnte.


    Eine Liebeshochzeit wird‘s wohl auch deshalb nicht, weil Frankenheim beim großen Bier-Poker milde gesagt – ziemlich alt aussah. In Branchenkreisen wird von einem Übernahmepreis von 10 Millionen Euro gesprochen. Als Peter Frankenheim mit dem Verkauf liebäugelte, soll ihm das Doppelte vorgeschwebt haben.


    Dabei waren Frankenheim und Warsteiner einst ein vielversprechendes Paar. 1975 schloss man einen Kooperationsvertrag, um Alt und Pils gemeinsam an die Thekenfront zu bringen.


    Doch vor knapp zwei Jahren gab‘s Krach, weil Warsteiner mit einem eigenen Pils-Cola-Mischgetränk in Frankenheim-Terrain stieß, dem erfolgreichen Frankenheim-Mix „Blue“ (Spitzenausstoß von 220.000 Hektolitern) Konkurrenz machte. Das Freundschafts-Fass lief über.


    Frankenheim wollte den Kooperationsvertrag kündigen. Erst schien auch alles glatt zu gehen. Der damalige Geschäftsführer Franz Zefferer führte Gespräche über Kooperationen mit anderen Pils-Brauereien.


    Doch zu einer juristischen Trennung ist es nie gekommen. Deshalb hatte Warsteiner bei der Frankenheim-Verkaufsschlacht am Ende die besten Karten, konnte den Preis drücken. „Welche andere Brauerei hätte denn Frankenheim kaufen sollen, wo Warsteiner noch mit am Tresen saß?“ folgerten Branchenkenner richtig.


    Und so begann ein Kampf, den Frankenheim nicht gewinnen konnte. Die Umsatzeinbrüche beim Altbier, auch bei Frankenheim Blue, sind dramatisch. Dutzende Biermarken schlossen sich rund um Frankenheim zusammen, Discounter boten Billigbier an.


    Mit der Übernahme von Frankenheim verschwindet die letzte selbständige Alt-Brauerei von der Bierkarte. Warsteiner wird durch den Kauf wieder an die zweite Position der deutschen Bierbrauer rücken – wenn auch mit bitterer Bilanz: Der Pils-Ausstoß ging im letzten Jahr um 7 Prozent zurück.


    Die Konkurrenz Veltins, Krombacher und Beck‘s konnte hingegen zulegen.


    Quelle: Express



    ====================================================


    Bier-Ehe: Nur noch Detail-Fragen


    Großbrauer Warsteiner und Privatbrauerei Frankenheim sind sich einig


    Von NORBERT ACKER


    Düsseldorf – Der erste Tag nach der Übernahme-Nachricht: Der Verkauf der Privatbrauerei Frankenheim an Pils-Produzent Warsteiner ist beschlossene Sache (EXPRESS berichtete).


    Für rund 10 Millionen Euro wird die letzte Düsseldorfer Altbierbrauerei vom Pils-Riesen geschluckt.


    Waren aus der Führungsetage von Frankenheim bis zum Wochenende keine verbindlichen Aussagen zu hören, gab es gestern endlich offiziell die Bestätigung. Frankenheim-Marketingleiter Bernd Kretzer: „Die Kaufleute sind sich einig.“


    Jetzt muss nur noch der Vertrag unterschrieben werden. Es geht um letzte Details. Das soll im Laufe dieser Woche über die Bühne gehen.


    Während innerhalb der Belegschaft die Sorge um die Arbeitsplätze wächst, ging auf dem Frankenheim-Gelände in Neuss der Betrieb gestern ganz normal weiter. Die Angestellten hielten sich bedeckt. „Wir sagen dazu nichts.“


    Und nicht einmal der Betriebsrat war zu einer Stellungnahme zu bewegen: „Kein Kommentar!“


    Keiner will sich vor dem endgültigen Vertragsabschluss in die Nesseln setzen. Immerhin stehen bei Frankenheim rund 150 Arbeitsplätze auf dem Spiel.


    Quelle: Express

  • Zitat

    Original von KaiDtown21
    Diebels ist als Altbiermarke , in vielen Städten und Dörfern ausserhalb der Altbiergrenze im Ausschank.


    Diebels ist auch so ziemlich die einzige Altbiermarke, die man bei uns hier im Süden bekommt. Musste die Banausen hier um mich rum erstmal darüber aufklären, dass Diebels gar nicht aus Düsseldorf kommt. Aber so nach und nach werde ich die Schwaben noch von "richtigem" Bier überzeugen. Wobei vielen Schlösser hier besser schmeckt als Diebels, das lasse ich mir immer von Freunden mitbringen, wenn sie auf einen Besuch bei mir vorbeikommen (zwecks Eishockey z.B.). :))