Bundesgartenschau: Vor 20 Jahren eröffnet
Buga 1987 war ein Publikumsmagnet: An 166 Veranstaltungstagen kamen 7,5 Millionen Besucher nach Düsseldorf
Zum Auftakt der Feierlichkeiten des 700-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 1988 war Düsseldorfs Stadtvätern ein besonderer Coup gelungen: Ein Jahr zuvor, 1987, fand zum ersten Mal eine Bundesgartenschau in der Landeshauptstadt statt. Vom Tag der offiziellen Eröffnung am 29. April bis zum 27. Oktober 1987 lockte die Schau an 166 Veranstaltungstagen 7,5 Millionen Besucher nach Düsseldorf. Am Wochenende liegt die offizielle Eröffnung der Bundesgartenschau in Düsseldorf genau 20 Jahre zurück.
Die Buga, wie sie kurz genannt wurde, entpuppte sich damit als Publikumsmagnet und trug den Ruf Düsseldorfs als Gartenstadt in die gesamte Republik. Zuvor hatte die Stadt in das Buga-Gelände ordentlich investiert: 60 Millionen Mark flossen in seine Neugestaltung. Die Durchführung der Bundesgartenschau kostete zusätzlich 52 Millionen Mark.
Der 70 Hektar große Austragungsort setzt sich aus drei Teilen zusammen: der 27 Hektar große Volksgarten, das 20 Hektar große Gelände "In den Gärten" und das Gebiet "Vor dem Deich", das 23 Hektar umfasst. Zusammen führen sie den Namen Südpark. Der historische Volksgarten, 1893 fertig gestellt, wurde eigens für die Bundesgartenschau um 60.000 Quadratmeter ehemaliger Straßenflächen erweitert. Beim Gelände "In den Gärten" handelt es sich um ein Gebiet mit ursprünglich mehr als 1.000 Kleingärten, das während der Vorarbeiten neu geordnet wurde. So wurde die Zahl der Gärten dort auf rund 530 reduziert und somit eine Verbindung zu dem naturnahen Gebiet am südlich gelegenen See - ursprünglich ein Baggersee - hergestellt. An diesen See grenzt der dritte Abschnitt "Vor dem Deich". Seinen Namen hat das Gebiet von dem quer durch das Areal verlaufenden, 500 Jahre alten Schutzdeich. Er war im Mittelalter zum Schutz des Ortsteils Stoffeln vor möglichem Rheinhochwasser angelegt worden.
Die Schaffung neuer Freizeit- und Erlebnisräume im Gefolge der Buga wird vor allem rund um den grundwassergespeisten Baggersee deutlich. Der 60.000 Quadratmeter große See wurde um drei 16.000 Quadratmeter große, künstliche Seen ergänzt. Auch der Baumbestand wurde auf dem Buga-Gelände im Vorfeld der Veranstaltung von 3.000 auf 4.500 aufgestockt. Die für Düsseldorf namensgebende Düssel wurde in die Neugestaltung ebenfalls einbezogen. Die Gartenarchitekten nutzten den Fluss geschickt, um eine Abgrenzung des Buga-Geländes zur unmittelbar benachbarten Philipshalle mit ihren neu angelegten Parkplätzen vorzunehmen. So entstand zwischen Park und Halle auf rund 400 Metern eine Teichlandschaft. Insgesamt umfasst das Buga-Gelände ein Wegenetz von 30 Kilometer Länge, darunter ein 6,5 Kilometer langer Rundweg. Dort finden sich 126.000 Quadratmeter Pflanz- und 105.000 Quadratmeter Wasserflächen. 232.000 Quadratmeter Wiesen, 20.000 Quadratmeter Spielflächen und rund 2.000 Bänke laden zum Verweilen ein.
Das Buga-Gelände mit Volksgarten und Südpark hat bis heute bei Bürgern und Besuchern der Stadt nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. In diesem Jahr richtet sich der Blick der Stadtgärtner im Zuge der Teilnahme Düsseldorfs am Bundeswettbewerb Entente Florale und des Jubiläums erneut besonders auf das Gelände - es wird frisch heraus geputzt. So werden die Wege erneuert, Informationstafeln errichtet, Pflanzungen vorgenommen, der Rosengarten in einen Rosen- und Dahliengarten umgewandelt, Bänke neu aufgestellt und so fort. Das Ganze gipfelt in einem großen Fest, mit dem der Südpark am Sonntag, 13. Mai, zünftig gefeiert werden wird.
Quelle: www.duesseldorf.de