Droht Düsseldorf der Verkehrskollaps?

  • Insofern wäre das vllt. auch eine Maßnahme mal zu gucken, wo diese beiden Verkehrsformen voneinander getrennt werden können. An Stellen wie der Kruppstraße (706), dem Gangelplatz im Sinne einer eigenen Haltestelle (715) oder der Erkrather Straße (U75) müsste schon was machbar sein. Zumal auf der Erkrather Straße zuletzt zwei Unfälle in relativ kurzer Zeit waren, wenn ich mich recht entsinne...hatte zwar nichts mit Straßenbahnen zu tun, hat aber natürlich auch auf diese Auswirkungen.


    Gute Idee. Leider lässt sich das schon aus Platzmangel nicht flächendeckend durchsetzen wo es nötig wäre.

  • Das ist das große Problem. Im Prinzip wäre es fast überall möglich eine Trennung herbeizuführen; nur würde das wiederum auf Kosten von Parkplätzen (Parkstreifen) gehen, die jetzt schon Mangelware sind. Insofern müsste an einigen Stellen Überlegungen zur Schaffung von öffentlichem Parkraum nochmal vorgelagert werden. Und das könnte vielerorts wieder zu Problemen führen...


    Insofern eine Frage, die sich mir letztens gestellt hat. Ich habe irgendwo gelesen, dass im Zuge der Neugestaltung der Siegburger Straße vor einigen Jahren irgendeine Häuserfront nach hinten gezogen worden wäre. Inwiefern stimmt das? Und vor allem wie teuer ist so etwas, falls das überhaupt ohne Weiteres geht...?


    Nachtrag: Mal ein Beispiel, die 706.
    Beim Kopernikusplatz ist zumindest eine relativ große Fläche gegeben. Hier könnte man überlegen, ob eine Veränderung möglich ist und ob dies beiden Verkehrsformen zu Gute käme. Z.B. indem die Haltestelle in die Himmelgeister Straße verlegt wird - wobei ich da den Verkehr nicht gut kenne. Alternativ etwas weiter in den Norden legen, da dort vor der Witzelstraße genügend Platz vorhanden ist.
    Nach der Kreizung Mecumstraße ist die Trasse ja schon eigenständig. An der Kruppstraße/ Oberbilker Allee dürfte auch genügend Platz sein, um zumindest eine eigenständige Haltestelle zu errichten. Evtl. könnte man auch die Linksabbiegerspur wegfallen lassen und stattdessen den U-Turn erzwingen, wie ihn auch die Linksabbieger aus richtung Philipshalle machen müssen. Ist der etwas nach Norden versetzt (z.B. wegen der erdachten Haltestelle) dürfte es auch verkehrsplanersich zu keiner Überschneidung mit dem Gegenverkehr kommen.
    Nachfolgend ist es ein wenig nach der alten Postfiliale an der Kruppstraße schwierig bis zur Fichtenstraße beide Richtungen in eine eigenständige Trasse zu führen, ohne Parklpätze zu streichen. Nach der Neuorientierung des Haltestelle Oberbilker Markt ist es aber auf Grund des doch reichlich vorhandenen Platzes möglich bis hin zur Erkrather Straße beide Richtungen in eine eigene Trasse zu führen.
    Danach folgt wieder ein langer getrennter Teil bis zur Lindemannstraße. Ab der Lindemannstraße ist allerdings relativ wenig Platz auf der Straße bis zur nächsten Haltestelle, wobei es zumindest möglich wäre, die Haltestelle Lindemannstraße in Richtung Süden zu separieren. Genügend Platz wäre vorhanden und somit wäre zumindest der Engpass behoben, wenn die Straßenbahn aktuell mitten auf der Straße halten muss, wodurch der Individualverkehr aufgehalten wird und durch eine zusätzliche Ampel reglementiert werden muss (was aber in der aktuellen Situation natürlich zwingend notwendig ist). Nach einer Separierung hingegen, wäre diese Ampel überflüssig, da es ähnlich wie am Oberbilker Markt gelöst werden kann, wo die Fahrgäste sich ganz normal ihrerseits an Ampeln orientieren müssen und der Individualverkehr in dem Sinne keine spezielle Vorsicht walten lassen muss wie aktuell.
    Ich denke, dass dadurch einerseits die Sicherheit steigen würde, andererseits aber auch die Fahrtzeit von Bahn wie auch vom Individualverkehr. Genau solche Lösungen für Haltestellen wären auch an anderen Plätzen (z.B. Gangelplatz) denkbar, um zumindest den Halteprozess von der Straße zu entfernen. Weiter führe ich das jetzt aber am Beispiel der 706 nicht aus, das würde doch zu viel Text ;)


    Aber ich denke, dass deutlich wird: An einigen Stellen ist eine komplette Trennung sicher möglich; an anderen Stellen aber schwer durchführbar. Dafür ist zumindest oftmals eine Möglichkeit vorhanden, um die Haltestellen von der Straße zu entfernen. Allerdings wird allein schon am halben Beispiel der 706 deutlich, dass auch einige Kosten damit verbunden sind und es auch ´ne gewisse Zeit dauern dürfte, um entsprechende Planungen (die erst einmal aufgestellt werden müssten) umzusetzen. Ich denke aber, dass es sich lohnen würde, nach und nach derartige Projekte in Angriff zu nehmen. Ich sehe da den Oberbilker Markt als positives Beispiel, da ich dort seit der Umgestaltung deutlich besser durchkomme. Nur an der Fichtenstraße, Erkrather Straße wird der errungene Vorteil oft wieder zu nichte gemacht ;)

  • Ich hab' grad einem Mitarbeiter der Rheinbahn mal meine Überlegung per Mail geschildert, die aktuellen Stadtbahnlinien auf Niederflurtechnik umzurüsten. Dafür müssten zwangsläufig die Schienen an den entsprechenden Bahnsteigen erhöht werden, um einen passenden Ausstieg zu ermöglichen. Dazu müssen zwangsweise neue Straßenbahnen gekauft werden. Da aber die aktuellen HF-Typen ohnehin ab 2017 ersetzt werden sollen (durch neue Hochflurbahnen), wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, um über eine Vereinheitlichung des Systems nachzudenken.


    Problematisch ist natürlich, dass dadurch wieder Verzögerungen entstehen. Andererseits werden über Nacht ganze Straßen mit Schieneneinsatz verlegt (Heinrich-Heine-Allee), sodass mit einer ähnlich guten Organisation vllt. nur geringe Verzögerungen/ Ausfälle entstehen.


    Problem 2: Krefeld und Duisburg müssen mitziehen. Alternativ müsste an eine Endhaltestelle wie am Haus Meer errichtet werden, an der umgestiegen werden muss. Von Düsseldorfer NF-Bahn in Krefelder HF-Bahn. Dürfte pro Fahrt halt ein wenig Zeit wegen dem Umstieg kosten. Aber wenn sich Nachbarstädte quer stellen, wäre das dennoch eine Möglichkeit.


    Problem 3: Finanzierung. Das kostet natürlich viel Geld. Zumindest fahrzeugbezogen, kann man die Kosten aber dadurch entschärfen, dass ohnehin neue Modelle gekauft werden sollen. Aber auch der Umbau kostet natürlich. Dafür müssten aber auch keine (vermutlich teureren) Hochflurbahnsteige an vielen Stationen gebaut werden, um einen barrierefreien Einstieg zu ermöglichen. Ein Beispiel ist die Luegallee. Daneben ist es aber platztechnisch auch nicht überall möglich Hochbahnsteige zu errichten. Man denke nur an Eller oder Holthausen/ Benrath, wo zwei Typen verkehren. Aber auch auf der Kaiserswerther Straße ist es nicht möglich Hochbahnsteige zu errichten. Man denke nur an die vielen alten Bäume und den allgemein geringen Platz. Geschildert wurde mir schon einmal von einem "Jenaer Modell" - Zitat des Mitarbeiters: "Ich persönlich sehe für viele Haltestellen daher eher die Lösung in der Planung überfahrbarer Warteflächen nach dem Jenaer Prinzip, bei der die Bahn weiterhin in Straßenmitte hält, jedoch an einem behindertengerechten Bord, und für die Zeit des Haltens die Pkw durch eine Signalanlage – wie heute – zurückgehalten werden. Es ändert sich entsprechend nur die Barrierefreiheit des Einstieges."


    Insofern hätte man mit einem einheitlichen System zwar (anfangs) einige Kosten, aber auf lange Sicht einige Vorteile:
    1. Barrierefreie Einstiege dürften fast überall möglich sein
    2. Haltezeiten dürften durch diese Erleichterung kürzer werden
    3. Das System ist äußerst flexibel. Ist irgendwo ein Zug ausgefallen, kann er leicht ersetzt werden. Schon jetzt fahren auf vielen Bahnen wie 715 oder 706 verschiedene NF-Typen.
    4. Die Straßen-/ U-Bahn wird attraktiver - speziell für mobilitätsbehinderte und dürfte neue Kunden anlocken, die vorher die Bahn nicht nutzen konnten.
    5. Es ist nicht mehr nötig (vermutlich teurere) Hochbahnsteige zu errichten oder Bahnsteige für zwei Typen zu konzipieren (siehe Südpark).


    Ich bin schon jetzt gespannt auf eine Antwort ;)

  • Vielleicht sollte man mal anfangen für die ständig steigenden Preise zumindest mal ab und zu pünktlich zu kommen und in vernünftiger Taktung statt schon wieder Millionen für schon wieder neue Bahnen zu verblasen...


    Besorgniserregend finde ich auch den Trend in letzter Zeit das Bahnen völlig willkürlich mal komplett ausfallen oder andere Strecken fahren...

  • Klar, das sind auch Punkte, die wirklich nervig sind. Erst heute war ich überpünktlich bei meiner Haltestelle, doch die 715 wollte nicht kommen. Und wie´s so ist, kam halt erst die nächste (drei oder vier Minuten zu spät). Also ist da auch eine ausgefallen. Bei der 706 an der Lindemannstraße warte ich auch alle zwei Wochen ´ne halbe Stunde mit gefühlt 3000 Leidensgenossen auf die Bahn. Hab´s einmal nach elender Wartezeit von 30 Minuten sogar mal von der Lindemannstraße bis zum Düsselstrand zu Fuß geschafft bis die Bahn dann ankam - zwei hintereinander ^^


    Dazu fällt mir bezüglich der Taktung nur folgendes ein:
    1. Uni -> Da fahre ich nur mit Auto, weil die in Oberbilk schon so voll sind, dass man da nur halbtot wieder herauskommt
    2. Nachts -> Gibt es bei uns wohl nicht...Selbst am Wochenende nur alle halbe Stunde...
    3. Wochenende -> Drastische Verknappung der Zugfahrten, sodass entsprechend jeder Zug proppevoll ist

  • Mal ein Beispiel aus Belgien: Um den Verkehr der Stadt Hasselt deutlich zu reduzieren, ist der ÖPNV seit geraumer Zeit vollkommen kostenlos! Gleichzeitig kostet ein Parkticket in der Stadt ein Euro für eine Stunde, danach direkt zehn! Der Erlös geht in den ÖPNV. Mag vllt. radikal anmuten, könnte aber ein System sein, mit dem die Idee eines kostenlosen Personennahverkehrs möglich gemacht werden kann.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Personennahverkehr_in_Hasselt


    Daneben könnte man beispielsweise auch "Spendenboxen" einführen. Ich glaube Nine Inch Nails hat das bei Alben schonmal so gehandhabt: Kostenloses Album zum Download und wer mag, spendet. Am Ende gab´s dann noch limitierte Megasuperduper-Sets zum teuren Preis. In jedem Fall haben die gut verdient ;)


    Wer also gut zufrieden ist, immer gut von A nach B zu kommen, gibt halt mal ´nen Euro oder spendet per PayPal derer drei. Als Zusatz vllt. noch eine mögliche Idee.

  • Also ganz ehrlich, es ist vielleicht nicht im sinne des Erfinders aber ich würde bei der Wahl zwischen Auto fahren und Nahverkehr das Auto nehmen ausser Fahrten die wirklich sinnlos mit dem Auto wären. Ich mache das jetzt schon ein paar Jahre mir und der Nahverkehr hängt mir endlos aus dem Hals raus. Klar es gibt Vor- und Nachteile. Beim Öffentlichen steht man nicht im Stau, spart Geld, schohnt die Umwelt aber mir ist das Autofahren wirklich lieber. Besonders wenn man (wie dieses Wochenende) in eine heftige Auseinandersetzung gerät weil man dazwischen geht wenn betrunkene Penner die Fahrgäste anpöbeln, man muss sich kein dummes gelaber anhören, man ist flexiebler unterwegs, beim Einkaufen ist es eine erleichterung usw. usf.


    Aber das der Nahverkehr kostenlos wird und vom Staat subventioniert wird da hätte ich dennoch nichts dagegen :)

  • Also klar. Die Verbindungen müssten besser werden. Wenn meine Arbeitskollegin beispielsweise sagt, dass sie von Neuss (weiß leider nicht wo genau) nach Düsseltal per ÖPNV über ´ne Stunde brauchen würde, käme mir auch nur das Auto in den Sinn. Ich persönlich brauche zum Glück mit zweimal fünf Minuten Fußweg nur knapp zwanzig Minuten. Einkaufen fahre ich aber trotzdem nur mit dem Auto, weil´s wirklich deutlich flexibler ist. Großenkauf und ÖPNV ist dann doch nicht der Knaller :D


    Aber wenn beispielsweise die Bahnverbindungen zur Uni besser wären, würde ich dahin lieber mit der U-Bahn fahren. Da man dort allerdings froh sein kann, wenn man lebendig an der Endhaltestelle ankommt, wird eben doch das Auto genutzt...


    Man könnte ja beispielsweise auch ein gut-funktionierendes Park&Ride-System einführen (gibt´s das in Düsseldorf überhaupt?). So werden an allen Ecken und Enden der Stadt in der Nähe von Autobahnen und Bundesstraßen große P&R-Parkplätze eingerichtet, von denen man dann gemütlich per Bahn in Altstadt etc. fahren kann - ist ja umsonst. So kann man als Nicht-Düsseldorfer flexibel (und vergleichsweise zur Deutschen Bahn wohl auch günstiger) in die Region kommen und ohne Probleme z.B. shoppen gehen. Wer dann halt weiter in die Stadt fahren möchte, muss eben Parkgebühren bezahlen, die es beim P&R nicht oder stark reduziert gibt und dann nach ein oder zwei Stunden ´nen deutlichen Aufpreis in der innerstädtischen Parkgarage zahlen. Denn für´s Shoppen in der Stadt finde ich persönlich das Auto dann doch sehr unflexibel und nervig ;)

  • Naja Levi, nicht im Stau stehen ?
    Nur da wo die Öffenlichen Verkehrsmittel eigene Wege haben auf denen der Autoverkehr nicht stattfindet.
    Ich habe es oft genug erlebt das die Bahn oder der Bus ebenfall im Stau hängen, immer wieder gern genommen ist auch die Straßenbahn die wegen falsch Parkenden Autos nicht weiterkommt.


    Ich meide auch wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel, ich gehe entweder zu Fuß (bei Strecken bis zu 3 km) oder Fahrrad oder Auto,
    Zum Teil bin ich eher bereit für ein Taxi zu zahlen als den VRR zu Finanzieren.

    Man sagt niemand ist Perfekt, doch ich war schon immer ein Aussenseiter !
    P.S. ich bin Bi-Radikal[size=14][size=14] I like Linux :-)

  • Passt in gewisser Weise auch zu diesem Thema: Denn es gibt wieder einmal vermehrte Beschwerden über die Uni-Linie U79, die ständig verspätet ist und andauernd überfüllt - zumindest in den Morgenstunden. Die RP berichtet darüber im Netz.


    Im Endeffekt wäre es eine sinnvolle Überlegung endlich einmal Erweiterungen des Straßenbahnnetzes vorzunehmen. Beispielsweise gab es mal die Überlegung die Station Universität West zu errichten, zu der die 706 geführt werden soll. Derartige Ideen sind meines Erachtens dringend notwendig, da ich ständig vom Auto aus sehe, wie grottenschlecht die U79 ist. Erst gestern fuhren in einem Abstand von maximal zwei Minuten zwei U79-Bahnen, die jeweils rappelvoll waren. Bedeutet zweierlei: Die vordere Bahn hatte Verspätung und die Bahnen reichten nicht aus. Eine verstärkte Taktung wäre in diesem Fall notwendig, würde allerdings auch Probleme am Werstener Kreuz bereiten, da es hier ohnehin immer wieder Probleme gibt.


    Insofern muss an diesem Punkt auf Dauer überlegt werden, ob es möglich ist, dass sich Stadtbahn und Individualverkehr nicht mehr kreuzen. Die einzige Möglichkeit, die mir spontan einfällt, ist eine (vermutlich kostspielige) Untertunnelung der Autobahn, die somit schon mit gutem Abstand zum Kreuz anfangen muss. Auf lange Sicht, dürfte sich dadurch aber ein Knotenpunkt verbessern und die Bahnen fahren zumindest einmal ohne Verzögerung. Der Bahnhof Werstener Dorfstrasse könnte somit ohnehin auch zusammengeführt werden, wo er aktuell ja wirklich ein Witz darstellt, da man von dem einen zum anderen Gleis ´ne gefühlte Ewigkeit benötigt...


    Ist zwar sicherlich eine Utopie, die (wenn überhaupt) frühestens in 30 Jahren überlegt wird, aber nachdem ich am Wochenende in London war, bin ich vom Düsseldorfer Stadt- und Straßenbahnnetz noch weniger überzeugt. Es gibt einfach zu selten eigene Trassen oder eine konsequente Untertunnelung. In London hatte ich keine Verspätungen erlebt - und ich bin wirklich viel und oft gefahren! Lediglich die Stationen an sich und deren Erreichbarkeit sind oftmals traurig, da beispielsweise Aufzüge in fast allen Stationen fehlen...


    Ein Beispiel für das aktuelle Problem der fehlenden Trennung von ÖPNV und IV findet man auch wieder bei RP-Online. Verkehrsunfall in Neuss, wodurch die U75 für etwa 1,25 Stunden in beide Richtungen komplett ausgefallen ist...

  • Vor einigen Tagen wurde in einer direktdemokratischen Befragung entschieden, dass die estnische Hauptstadt Tallinn demnächst einen fahrscheinlosen ÖPNV einführen wird. Sie ist damit Vorreiter in Europa und vor allem auch die erste europäische Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, die ein derartiges System umsetzen wird. Die Kosten sollen etwa 20 Millionen betragen.


    Zuvor war es lediglich die belgische Kleinstadt Hasselt, die mit einem kostenlosen ÖPNV werben konnte. Dort wurden schon vor etwa 15 Jahren alle Busverbindungen kostenlos. Der Erfolg gab der Kleinstadt Recht: Rasant ansteigende Fahrgastzahlen im ÖPNV, deutlich gesunkener Individualverkehr und entsprechend geringere Kosten für Sanierung und Erweiterung der Straßeninfrastruktur. Durch diese Einsparungen sowie eine deutlich erhöhte Parkticketpauschale konnten die Kosten gedeckt werden.


    In Tallinn soll hingegen versucht werden, bei den Nahverkehrsunternehmen und dem öffentlichen Haushalt zu sparen.


    Diese Nachricht scheint speziell in der Schweiz auf fruchtbaren Boden zu treffen, da dort (u.a. Graz) mittlerweile auch über ein ähnliches System nachgedacht wird, um den Autoverkehr zu verkleinern. Informationen gibt es so unter anderem in der Neuen Züricher Zeitung.

  • Gestern hat man mal wieder gesehen, dass ein einziger Unfall das gesamte Verkehrsnetz der Stadt lahmlegen kann:


    Umgekippter Lkw: Eine Stadt im Super-Stau


    Als am späten Donnerstagnachmittag der Berufsverkehr einsetzte, waren Düsseldorfs Hauptstraßen "ein riesiger Parkplatz", sagt ein Polizeisprecher. Grund war ein vergleichsweise harmloser Unfall auf der Danziger Straße. Mit solchen Auswirkungen eines harmlosen Unfalls, bei dem niemand verletzt worden und nicht einmal die Fahrbahn blockiert war, hatten die Verkehrsexperten nicht gerechnet. Im staugeplagten Düsseldorf brach der Verkehr gestern zeitweise vollends zusammen. weiter lesen auf rp-online.de


    Wahnsinn was das für Auswirkungen hatte. Gibt es da keine anständigen verkehrspolitischen Lösungen? ?(:thumbdown:

  • Die Rheinische Post greift das Thema mal wieder auf und bietet einen einigermaßen ungewöhnlichen Lösungsansatz: Investitionen in Duisburg statt in Düsseldorf


    Immer mehr Pendler - Düsseldorf droht Verkehrs-Kollaps


    Quälende Staus und ewig verspätete oder ausfallende Bahnen sind für Düsseldorfs Pendler längst Alltag. Allerdings ist das Ende der Fahnenstange diesbezüglich noch lange nicht erreicht, sagt Volker Eichener, Professor für Politikwissenschaften und Stadtforscher an der Hochschule Düsseldorf am Mittwoch bei einer gemeinsamen Veranstaltung von IHK und DGB zum Thema Verkehr. Eichener zeichnet ein düsteres Bild und sagt, das Düsseldorfs wachsende wirtschaftliche Bedeutung dazu führen könne, dass der Straßenverkehr zusammenbricht. So gebe es bei der rasant wachsenden Bevölkerung binnen fünf Jahren 30.000 Autos mehr in der Stadt. weiter lesen auf rp-online.de