Neue Wohnungen für Düsseldorf - wir brauchen bezahlbaren Wohnraum!

  • Auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes setzt Düsseldorf in diesem Jahr überraschender Weise verstärkt auf das Thema Wohnraum! Unter anderem wurden die Wohnhochhäuser im Quartier Central und ein Luxus-Wohnhaus names "New York", das an der Ecke Schinkel-/Schirmerstraße mit 55 Wohneinheiten entstehen soll, vorgestellt.


    Doch was anderes fand ich deutlich interessanter. Ich zietiere die RP mal ungekürzt: "Auch preiswerten Wohnraum will die Stadt forcieren und hat mit der Stadtsparkasse Düsseldorf ein Investorenprogramm erarbeitet, das in Cannes erstmals vorgestellt wurde. Es sieht eine freie, nicht von den engen Kriterien öffentlicher Förderung abhängige Finanzierung vor. Der Investor muss nicht Eigenkapital aufbringen, die Stadtsparkasse garantiert eine Zinsbindung auf 20 Jahre, die Stadt stellt über Verkauf oder Erbpacht Grund zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichtet sich der Investor, den Mietpreis auf zehn Jahre maximal bei 8,50 Euro pro Quadratmeter zu halten. "Das ist ein Beitrag, um auch jungen Familien oder Senioren mit geringerem Einkommen das Wohnen in Düsseldorf zu ermöglichen", sagt Stadtsparkassen-Vorstand Karin-Brigitte Göbel."


    Klingt doch nach einer Grundlagenentscheidung. Fraglich bleibt, wie viele Wohneinheiten auf diese Weise wirklich realisiert werden können.

  • Das könnte was sein, muss aber nicht. Kommt ganz auf die Vergabepraxis an die Investoren an. Und darauf, von welchen Grundstücken sich die Stadt trennt.


    Denn wenn damit nur Wohnungen > 100 m² entstehen, sind 100 * 8,50 € für einen Rentner oder eine junge Familie immer noch zu viel. Das könnte auch einfach auf subventioniertes Luxuswohnen hinauslaufen.


    Aber von der Erläuterung scheint das ja ein lukratives Projekt zu sein...vor allem für den Investor. Billigs Grundstück, günstiger Kredit mit festen Zinsen, das ganze ohne Eigenkapital. Vielleicht sollte ich mich damit mal näher beschäftigen.


    Vielleicht bildet sich ja aber auch ein Wohnprojekt, was Häuser zur Eigennutzung baut. Fände ich nicht verkehrt.

  • Potenzial für 4000 neue preiswerte Wohnungen


    Wohnungen in einer Stadt wie Düsseldorf zu bauen, ist eine gute Investition: Der Bedarf - und damit die Nachfrage - ist hoch. Mit dem neuen Handlungskonzept, das der Stadtrat mit den Stimmen von CDU, Grünen und FPD beschlossen hat, sollen Investoren nun verpflichtet werden 20 Prozent ihrer Wohnbauprojekte in der Stadt öffentlich gefördert und weitere 20 Prozent "preisgedämpft" bis maximal 8,50 Euro Miete pro Quadratmeter zu bauen. Die SPD hatte dagegen gestimmt, weil sie den Vorstoß für nicht ausreichend hält. weiter lesen auf rp-online.de

  • also 27000qm geteilt durch 300 wohnungen sind im schnitt 90qm pro wohnung. wenn die 27000qm wohnfläche sind. und diese sollen dann für ca. 10€ pro qm vermietet werden? wen wollen die eigentlich verarschen? wobei 10€ ja schon nicht wenig sind.
    also das wird doch sicherliches wieder ein wohnviertel für leute ab 40000 50000 € einkommen.

  • dann wird das viertel aufgewertet und die mieten dort steigen, damit die leute dann weiter an den standrand gedrängt werden.
    dann entstehen dort latte machhiato tempel und andere juppie läden. das 'sattgrün' ist ja schon in der nähe.
    dann werden die ersten häuser entmietet und komplett saniert damit mehr finanzstärkere mieter kommen. die mieten steigen wieter oder die häuser werden abgerissen und es werden hochwertigere häuser gebaut.


    ich finds einfach nur noch ekelhaft.

  • Naja, das Viertel aufzuwerten dürfte einiger Anstrengung bedürfen. Besonders dahinter, links der Alle, ist es ja noch alles andere als wertig. Außerdem müsste man dann die komplette Simrockstraße sanieren, auch nicht gerade ein Schmuckstück.
    Nen 10er zahlste ja schon für ne Bauernbude in Hamm. Die neuen sind dafür auch nicht zu bekommen.
    Wenn ich mir dann noch die Grundstückspreise in Düsseldorf angucke, ist selbst eine Miete 10+ immer noch das geringere Übel. :wacko:

  • Naja, das Viertel aufzuwerten dürfte einiger Anstrengung bedürfen. Besonders dahinter, links der Alle, ist es ja noch alles andere als wertig. Außerdem müsste man dann die komplette Simrockstraße sanieren, auch nicht gerade ein Schmuckstück.


    nö, wenn erstmal dieses luxusgettho installiert ist, sind ganz schnell läden da die das geld der anwohner haben wollen.


    Nen 10er zahlste ja schon für ne Bauernbude in Hamm. Die neuen sind dafür auch nicht zu bekommen.
    Wenn ich mir dann noch die Grundstückspreise in Düsseldorf angucke, ist selbst eine Miete 10+ immer noch das geringere Übel. :wacko:


    ja, aber trotzdem ist 10€ viel!

  • nö, wenn erstmal dieses luxusgettho installiert ist, sind ganz schnell läden da die das geld der anwohner haben wollen.

    Dann nenn mir mal bitte ein Beispiel (den Hafen lass mal außen vor, ist nicht vergleichbar)

    ja, aber trotzdem ist 10€ viel!

    Wie immer relativ. Der Niederrheiner wird es kaum fassen können, wie teuer das ist. Der Münchner wird sich wundern, wie billig das ist.
    Ein z.B. Handwerker verdient in Düsseldorf auch ein wenig mehr, als einer in Mecklenburg Vorpommern - trotz der geringen Miete - und trotzdem ziehen die Leute dort weg ;)

  • Naja, das Viertel aufzuwerten dürfte einiger Anstrengung bedürfen. Besonders dahinter, links der Alle, ist es ja noch alles andere als wertig. Außerdem müsste man dann die komplette Simrockstraße sanieren, auch nicht gerade ein Schmuckstück.
    Nen 10er zahlste ja schon für ne Bauernbude in Hamm. Die neuen sind dafür auch nicht zu bekommen.
    Wenn ich mir dann noch die Grundstückspreise in Düsseldorf angucke, ist selbst eine Miete 10+ immer noch das geringere Übel. :wacko:


    wieso? das hat man damals von flingern auch nicht gedacht, das es mal hipp wird. es ist einfach nur eine frage der zeit.
    denn es gibt viele die es cool finden in prekären/alternativen wohngebieten einen latte machiato trinken zu wollen und mal ganz hipp im sattgrün vegetarisch zu essen und mit dem mazda sportser etc vorzufahren. weil man sich dann alternativer fühlt.

  • Naja, das Viertel aufzuwerten dürfte einiger Anstrengung bedürfen. Besonders dahinter, links der Alle, ist es ja noch alles andere als wertig.


    Naaaaaja, da entsteht mit Grafental immerhin gerade DAS Juppie-Wohnviertel der Zukunft.


    Mit dem Umbau des Thysen Trade Center wird das gesamte Gebiet attraktiver, weil aus einer bisherigen Büro-Wüste Wohnraum wird. Und weil er einigermaßen bezahlbar wird, hatte ich es in diesen Thread gepostet. Was natürlich nicht heißt das ich 10 Euro pro qm normal oder akzeptabel finde, oder dieser Umbau das Allheilmittel für bezahlbare Wohnungen ist. Aber es ist doch sehr beachtlich, dass überhaupt so eine riiiiiiiesiger Immobilie (ähnlich groß wie der Kö-Bogen) zu einem Wohnkomplex umgebaut wird. Das sich der Eigner bei Investitionen von 80 Mio. Euro nicht auf sozialen Wohnungsbau beschränkt, dürfte jedem klar sein. Immerhin akzeptiert er preisgedämpftes Wohnen! Ein Schritt in die richtge Richtung wie ich finde. Natürlich sollten ergänzende Projekte in der Gegend angestoßen werden, damit's nicht wirklich irgendwann zum Juppie-Ghetto verkommt.

  • Krass: offenbar soll das Thyssen Trade Center zum Wohnkomplex umgebaut werden. So könnten an der Grafenberger Allee 300 Wohnungen mit insgesamt 27.000 Quadratmetern Wohnfläche entstehen.


    Die Umwandlung des Bürokomplexes "Thyssen-Trade-Center" in Flingern zu einer Wohnungsanlage geht in die konkrete Planungsphase. Gestern wurden interessierte Anwohner über den Stand der Planungen informiert. Insgesamt sollen rund 350 Wohnungen mit einer Grölße zwischen 47 und 150 Quadratmetern entstehen. Der durchschnittliche Mietpreis soll bei 10 Euro pro Quadratmeter liegen. Wenn alles glatt läuft, könnten die ersten Mieter schon 2015 einziehen.