Die Tour de France kommt nach Düsseldorf!

  • [b][size=14]Gastspiel der Tour de France in Düsseldorf im Jahr 2017 möglich[/size][/b]

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    [size=8]Kommt die Tour de France 2017 nach Düsseldorf? Bild: teckeltje[/size]
    Die Tour de France in Düsseldorf ist wahrlich kein neues Thema. [url='http://www.duesseldorf-community.de/board70-d%C3%BCsseldorf/d%C3%BCsseldorf-news/5281-tour-de-france-in-d%C3%BCsseldorf/']Bereits 2006[/url] berichteten wir hier in der DC über entsprechende Planungen des damaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin (CDU). Die Bewerbung wurde bis 2010 vorangetrieben, dann jedoch unter Erwins Nachfolger Dirk Elbers (CDU) nicht weiterverfolgt. Düsseldorfs aktueller Oberbürgermeister Thomas Geisel greift das Thema jedoch wieder engagiert auf und präsentierte den Spitzen der Ampel-Koalition im Rathaus gestern sein Konzept für ein Gastspiel der Tour de France in Düsseldorf im Jahr 2017. Nach der überaschenden Absage Londons für den Tourstart 2017 rechnet sich die Stadtspitze gute Chancen aus.

    Die Unternehmensberatung Deloitte hat eine Untersuchung zu [b]Kosten und Nutzen[/b] angefertigt. Demnach werden sich die Gesamtkosten auf rund 11 Millionen Euro belaufen. Geisel hofft jedoch, den Zuschussbedarf durch Nachverhandeln und Sponsoren um 3 Millionen Euro reduzieren zu können. Zudem erhofft man sich durch die Tour Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer von fast 2 Millionen Euro, so dass die Stadt nach aktuellen Planungen 6,2 Millionen Euro zuschießen müsste.

    Die lokale Wirtschaft würde von der Tour enorm profitieren. Mehr als 55 Millionen Euro Umsatz sollen allein in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie umgesetzt werden. Neben den rund 5.000 Beteiligten aus Rennteams, Veranstaltern und Journalisten werden rund eine Million Besucher aus aller Welt erwartet. Zudem wäre der erwartete Werbeeffekte für die Stadt enorm. Den letzten Tourstart in Utrecht verfolgten über 23 Millionen TV-Zuschauer. Die niederländische Stadt war insgesamt 575 Stunden in 190 Ländern und bei mehr als 100 Kanälen im TV zu sehen.
  • Die Stadt wird mittlerweile schon etwas konkreter was die Chancen der Bewerbung angeht:


    "Die Chancen für einen Zuschlag 2017 stehen gut, da Favorit London seine Bewerbung kurzfristig zurückgezogen hat. Der Grund: London hat nach der Tour-Ausrichtung 2007 seine Ziele des "Bicycle Masterplan" bereits übererfüllt. Die Amaury Sport Organisation (A.S.O.) unter der Direktion von Christian Prudhomme hat als Veranstalter bereits signalisiert, dass sie der Landeshauptstadt Düsseldorf die Organisation und Durchführung der Auftaktveranstaltung der Tour 2017 uneingeschränkt zutraut.


    Der "Grand Départ" der Tour de France besteht aus der offiziellen Mannschaftsvorstellung, dem Prolog, der als Einzelzeitfahren ausgetragen wird, und dem Start 2. Etappe."


    So sah's übrigens 2014 in Uetrecht aus:


  • In der heutigen Ratssitzung soll entschieden werden, ob der "Grand Départ" der Tour de France 2017 tatsächlich nach Düsseldorf kommen soll. Die Entscheidung ist unklarer denn je, denn während sich SPD und Grüne für die Tour aussprechen, sind FDP und CDU dagegen. Die Opposition stört sich an den imensen Kosten in Höhe von 6,2 Millionen Euro (man rechnet inszwischen sogar mit bis zu 10 Mio. Euro). Nach aktuellen Prognosen der RP steht das Kräfteverhältnis derzeit bei 41:41 Stimmen...
  • Absoluter Irrsinn.
    Der Grössenwahn der Stadt Düsseldorf hat leider auch unter Geisel nicht abgenommen.
    Naja. Bleibt die Hoffnung, dass man mit seiner Bewerbung schlicht scheitert.
    Ich finde selbst in dem RP Artikel kaum sinnvolle Gründe, dass Ding zu holen.
    Oder kann jemand von Euch, der NICHT radsportaffin ist, mal eben die letzten drei Tourauftaktstädte nennen ?
    Man legt sechs Millionen auf den Tisch und ob und was man dafür zurück bekommt, ist zweifelhaft.
    Diese Grossmannssucht in Düsseldorf ist schlicht ätzend.

  • Die RP merkt zum Zustandekommen der Mehrheit kritisch an: "[i]Es war eine lange Sitzung, und sie endete am späten Abend mit einem Eklat: Es ging um die Frage, ob Düsseldorf sich als Austragungsort für den "Grand Départ" der Tour de France 2017 bewerben soll. Auf Antrag der SPD wurde geheim abgestimmt – und am Ende stand das knappste denkbare Ergebnis: Von 79 anwesenden Ratsmitgliedern stimmten 40 für den Prolog, 39 dagegen. CDU, FDP und Linke hatten sich zuvor klar gegen die Start-Etappe der Tour ausgesprochen. Somit war klar, dass auch die Einzelkandidaten der [b]Republikaner [/b]und der [b]AfD[/b] zur Mehrheit verholfen hatten. SPD und Grüne wollen Konsequenzen ziehen.[/i]"
  • Tour de France startet 2017 in Düsseldorf


    Düsseldorf wird Ausrichter des Grand Départ der Le Tour de France 2017, das hat heute der Veranstalter "Amaury Sport Organisation" (ASO) bekannt gegeben. Insgesamt findet der Tourauftrakt zum vierten Mal in Deutschland statt. Oberbürgermeister Thomas Geisel äußerste sich nach der Bakanntgabe begeistert: "Der Grand Depart 2017 ist eine große Chance für Düsseldorf - für unser Stadtmarketing, die Sportstadt Düsseldorf und Düsseldorf als Fahrradstadt.


    Die Stadt gab zudem Details zum Programm bekannt: Der sportliche Teil des Grand Départ beginnt offiziell mit der Vorstellung der Mannschaften am Donnerstag. Am Freitag folgt das offizielle Training der Teams, das in den vergangenen Jahren bereits ein Zuschauer-Magnet war. Am Samstag findet der Prolog als Einzelzeitfahren statt. Am Sonntag erfolgt zum Abschluss des Grand Départ der Start der zweiten Etappe. Parallel ist ein umfangreiches Rahmenprogramm geplant, bei dem Kulturveranstaltungen und Radsportevents für Jedermann geboten werden.


    In Bezug auf die im Vorfeld kritisch thematisierte Finanzierung des Sportevents, sagte Geisel, dass "Regelungen vereinbart wurden, die attraktive Grand Départ-Sponsoringpakete für die örtliche Wirtschaft ermöglichen" sollen. Nähere Details wurden jedoch noch nicht bekannt.


    Alle Informationen zur Tour de France in Düsseldorf sollen zeitnah auf der Webseite letour-duesseldorf.de zu finden sein.

  • Naja. Hat der kleine König sich schön mit Hilfe von AfD und Republikanern das nächste Prestigeobjekt gesichert.
    Eine Menge Kohle raus hauen, die woanders nötig gebraucht wird. Wirtschaftlicher Nutzen - zweifelhaft. Hauptsache, "Düsseldorf" wird zwei Tage im Fernsehen erwähnt.
    Und dann noch mit einem derart skandalträchtigen Sport.
    Ich find's schade.

  • zum Thema "Kohle raushauen" ...


    6 Mio. € bei einem 2016er-Haushaltsvolumen von 2,6 Mrd. € (davon 39 Mio. für Sportausgaben)
    werden sich in nur wenigen Monaten marketing- und prestigegetrieben schnell amotisieren
    und am Ende einen fetten Gewinn für unsere Landeshauptstadt 2017 abwerfen.


    TV-Präsenz (ARD live), Gewerbesteuer (1-2 Mio.), Flughafen, Hotels, Gaststätten,
    Altstadt-Kneipen, Taxen, Rheinbahn, Cycling-Club, ADFC Düsseldorf etc. :thumbup:

  • WEIL ich Lokalpatriot bin, sehe ich das das so ! ;) 
    Düsseldorf hat 34 Mio. Miese, aber für sowas ist dann Geld da ?
    Ob der Aufwand einen entsprechenden wirtschaftlichen Nutzen hat, muss sich zeigen. Wird ja bei olympischen Spielen, WM und anderen Großveranstaltungen auch behauptet, trifft aber selten dann tatsächlich in dem Maße ein.
    Werbewert - OK - aber mit der Dopingtour ?
    Dazu kommt die Art + Weise, mit der das durch den Rat geprügelt wurde. Korrekt ist anders.

  • Tour de France 2017: Grand Départ in Düsseldorf


    Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, gab die Entscheidung zum Grand Départ bekannt. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel glaubt an eine schwarze Null für die Veranstaltung in Düsseldorf. Die 104. Auflage der Frankreich-Rundfahrt verspricht sportlichen Hochgenuss und drei Tage prickelnde Tour-Atmosphäre am Rhein. Im folgenden Video-Beitrag erfahrt ihr mehr über den Streckenverlauf und den gelanten Ablauf des Sportevents.


  • Geisel glaubt an eine schwarze Null für die Veranstaltung in Düsseldorf.


    ja genau und ich mach das licht mit dem hammer aus! hier gehts nur um prestige egal was es kostet und darum das man ja auch so eine tolle "weltstadt" sein will. :evil: 
    aber ob die düsseldorfer das überhaupt wollen wird natürlich nicht gefragt.
    das heißt im klartext das jetzt bis zu 10millionen euro rausgehauen werden, weil kein projekt mit der ausgangskosten verwirklicht wird.
    aber vorher nochmal bei den bürgern betteln damit wieder ein paar bäumchen gepflanzt werden können.


    naja, nächste wahl wird es bestimmt noch mindestens einen menschen geben der spd wählt. warum auch immer.

  • Offenbar wird die Ausrichtung der Tour de France doch günstiger als anfangs gedacht. Ging man ursprünglich von sechs Millionen Euro an Kosten aus, muss die Stadt für den Start nun wohl "nur noch" 3,2 Millionen veranschlagen. Der Gund: man können mittlerweile von deutlich gestiegenen Sponsoreneinnahmen ausgehen. Das berichtet der WDR unter Berufung auf einen Bericht aus der Ratssitzung von Donnerstag.

  • Startet die Tour mit Kraftwerk-Konzert?


    Die Musiker von Kraftwerk stammen aus Düsseldorf, sie haben schon eine Single und ein Album zu Jubiläen des größten Radrennens der Welt veröffentlicht, und nun kommt die Tour 2017 für zwei Etappen nach Düsseldorf. Dass alle Beteiligten - Stadt, Band, Tour-Direktion - ein gemeinsames Ereignis auf die Beine stellen wollen, hat der Veranstalter "Concertteam NRW" kürzlich bestätigt. Demnach gilt der Abend der ersten Etappe, der 1. Juli 2017, als favorisierter Termin, Standort der Bühne soll der Ehrenhof sein. weiter lesen auf rp-online.de

  • Stadt gewinnt Henkel und alltours als Sponsoren für die Tour de France 2017


    Die Stadt hat zwei wichtige Sponsor für die Finanzierung des Grand Départ der Tour de France 2017 in Düsseldorf gefunden: Henkel steuert 150.000 Euro für den Tour-Auftakt bei. Zudem fördert der größte konzernunabhängige Reiseveranstalter alltours mit einem sechsstelligen Betrag das Radsportereignis Jedermann-Rennen "Race am Rhein", das bereits am 18. September 2016 stattfinden wird. Auch mit der Metro soll es gute Gespräche geben, heißt es in der NRZ. Metro-Personalvorstand Heiko Hutmacher soll sich bereits vielversprechend geäußert haben.


    Im November 2015 ging man bei den Kosten für die Stadt von einem ungedeckten Betrag von 6,2 Millionen Euro aus. Bei gleichbleibenden Kosten und einer Erhöhung der Einnahmen liegt dieser Betrag derzeit bei rund 4,1 Millionen Euro inklusive der Personalkosten städtischer Mitarbeiter.


    Neben klassischem Sponsoring hat die Stadtspitze eine Vielzahl weiterer Einnahmequellen konzeptioniert. Diese reichen von Merchandising über Public-Catering, also der Vermarktung von mindestens 10.000 Hospitality-Plätzen, bis hin zu einer Parkraumbewirtschaftung für Besucher und pauschalen Hotelpaketen. Darüber hinaus sind bereits Partner, wie der Fotograf Andreas Gursky gewonnen worden, die mit Ihrem freiwilligen persönlichen Einsatz dafür Sorge tragen wollen, dass die städtische Haushaltskasse substantiell entlastet wird.