Historische Funde bei Bauarbeiten in Düsseldorf

  • Historischer Fund bei Bauarbeiten: Alter Brunnen unter Kö-Bogen


    Der Bau des Kö-Bogens und des Autotunnels am Jan-Wellem-Platz bringt die Geschichte der Stadt ans Tageslicht. Bei den Ausschachtungen stießen die Bauarbeiter jetzt auf einen kreisrund gemauerten Schacht, der tief in das Erdreich hinabreicht. "Inzwischen wissen wir, dass wir einen Latrinen-Brunnen freigelegt haben, der zu den ersten, längst abgerissenen Häusern an der alten Hofgartenstraße gehört hat", erklärte Iris Reuter. Sie gehört zu dem städtischen Team, das die archäologischen Arbeiten kontrolliert und mit den Bauarbeiten koordiniert. Bei Probebohrungen wurden zudem Reste von Festungsbauwerken gefunden. weiter lesen auf rp-online.de

  • Das ist ja echt ein sehr interessanter Fund. Ich finde Archäologie ist wirklich sehr spannend wenn man was findet, aber wenn man dann ewig gräbt und nichts findet dann glaube ich würde ich es sehr langweilig finden. Wenn man da noch weitergräbt findet man da sicherlich auch noch viele weitere Sachen.

  • Es ist schon krass was bei den ganzen Baustellen in den letzten Jahren in Düsseldorf ausgebuddelt wurde... das fängt bei den Festungsresten unter dem Breidenbacher Hof an, geht über das Plattbodenschiff in Kaiserswerth über den Jüdischen Friedhof auf der Kasernenstraße bis hin zum Stadtmauerfund beim K21-Neubau. So haben die Großbaustellen auch ihre positiven Seiten ;)

  • Die RP berichtet heute von einem weiteren Fund auf der Kö-Bogen-Baustelle


    Alte Festungsmauer entdeckt


    Nur knapp unter der Erdoberfläche stießen Archäologen am Ende der Königsallee Ost auf Reste der Anlagen der Bastion Flingern. Weil sie so gut erhalten sind, sollen sie geborgen und später einmal ausgestellt werden. Die Arbeiten für den Kö-Bogen werden nicht behindert. weiter lesen auf rp-online.de

  • Gibt es eigentlich irgendwelche Zeichnungen oder noch besser wären detaillierte Grafiken, wie die Stadt "damals" aussah? Wo man z.B. den Verlauf der Festigungsmauer erkennen kann und ähnliches.
    Auch der Architektonische Wandel der Stadt, würde mich sehr interessieren.

  • Das wäre doch mal was für Google-earth oder ?


    Nicht nur Historische Satelitenaufnahmen , nein noch weiter zurück mit Historischen Stadtplänen die anstelle der Luftaufnahmen eingeblendet werden.


    Und wenn Google richtig gut drauf ist, werden noch die Kontinentalplatten-verschiebung berücksichtigt und mit Computeranimation kann man Dionos Beobachten und sehen wie es vor Millionen JAhren hier ausgesehen hat.


    Dann braucht auch keiner mehr Streetview.


    P.S. hat einer mal bei Google-earth auf den Mars umgeschaltet ?


    Wenn ja , hab ihr gemerkt, das die Marken die man für Orte auf der Erde gesetzt hat auch auf dem Mars erscheinen ?

    Man sagt niemand ist Perfekt, doch ich war schon immer ein Aussenseiter !
    P.S. ich bin Bi-Radikal[size=14][size=14] I like Linux :-)

  • So habe noch wat gefunden


    der Link mit Geschichte und Bilder ausführlich hier: Stadtarchiv


    Und ein paar Bilder für schnelle sucher aus dem Stadtarchiv.



    Rekonstruierten Stadtplan um 1300


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    Plan der Festung um 1567


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    Stadtplan 1809


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    Werde aber noch weitersuchen

    Man sagt niemand ist Perfekt, doch ich war schon immer ein Aussenseiter !
    P.S. ich bin Bi-Radikal[size=14][size=14] I like Linux :-)

  • U-Bahn-Bau ein Fest für Archäologen: Fund des Monats aus Düsseldorf


    Das Erdreich im Bereich des U-Bahn-Baus gilt für die archäologische Fachwelt inzwischen als eine ergiebige Fundgrube. Wider Erwarten waren in den Bodenschichten der alten Festungsanlagen besonders schöne Zeugnisse der Tonpfeifen-Produktion verborgen. „Besonders interessant ist der Tonkopf in Form einer Dampflokomotive“, berichtet Andreas Kupka, der für die Stadt Düsseldorf die archäologische Arbeit an den Baustellen für die U-Bahn-Röhre und für die Tiefgaragen und Autotunnel des Kö-Bogen-Projekts koordiniert.


    Der Pfeifenkopf ist so selten, dass er jetzt vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege zum Fund des Monats erkoren wurde. Zusammen mit zwei weiteren gut erhaltenen Pfeifen aus Ton wird er deshalb in Vitrinen des Rheinischen Landesmuseums in Bonn ausgestellt. weiter lesen auf rp-online.de

  • Bringen Scherben Glück?
    Neue Funde der Düsseldorfer Stadtarchäologie, Ausstellung im Hetjens-Museum vom 09.12.10 - 22.05.11


    Die umfassenden archäologischen Untersuchungen der vergangenen Jahrzehnte auf Düsseldorfer Stadtgebiet förderten zahlreiche Belege über die Geschichte von Architektur und Leben in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Tage. So konnten beispielsweise bei der Errichtung des Rheinufertunnels (1985-1992) Teile der Stadtbefestigung sowie des ehemaligen Stadtschlosses am heutigen Burgplatz erfasst und dokumentiert werden. Die Auswertung von Grabungen am Hetjens-Museum führte zur Wiedererrichtung des alten Hafens. Bisher wurden jedoch nur wenige Funde dem interessierten Publikum gezeigt.


    Im Rahmen der jüngsten Bauprojekte, u. a. "Wehrhahnlinie" und "Breidenbacher Hof", wurden und werden in der Düsseldorfer Innenstadt mehrere Baustellen archäologisch begleitet. Unter den zahlreichen Funden vom Mittelalter bis zur Neuzeit finden sich viele Keramiken wie Steingut, Steinzeug und Porzellan, welche in der Ausstellung gezeigt werden. Keramik als archäologischer Fund wird als Träger mehrerer Deutungsebenen vorgestellt. So dient sie im Kontext ihres Fundortes der Datierung und weist aufgrund ihrer Zusammensetzung auf die ehemalige Nutzung der Fundstelle hin. Der Herstellungsort der Stücke kann zudem rege Handelsbeziehungen belegen. Verarbeitung und Verzierung lassen Rückschlüsse auf ihre historische Gebrauchsfunktion zu.


    Gezeigt wird eine Auswahl an Gebrauchkeramik wie blauweiße Fayence aus Delft, Irdenware des Niederrheins, Mineralwasserflaschen und Senftöpfe aus Steinzeug des Rheinlandes sowie bemaltes Porzellan. Sie gehören zu den charakteristischen Grabungsfunden der Düsseldorfer Baustellen Grabbeplatz, Corneliusplatz, Breidenbacher Hof, Theresienhospital und Stadthaus. Funde aus Glas, Knochen und Metall, wie beispielsweise eine Granate aus dem 18. Jahrhundert ergänzen die Präsentation. Die Baustellen in der Landeshauptstadt sind wichtige Investitionen in die Zukunft. Die Studio-Ausstellung des Hetjens-Museums bietet den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit, sich über die Entwicklung und die neuesten Forschungsergebnisse der Düsseldorfer Stadtarchäologie anhand der keramischen Funde zu informieren. Auf diese Weise soll die Bedeutung der Stadtarchäologie herausgestellt werden, die zur Bewahrung des kulturellen Erbes Düsseldorfs beiträgt.

  • Historische Stadtmauer wird in U-Bahnhaltestelle integriert


    Wie Verkehrsdezernent Keller im Rathaus ankündigte, sollen die historischen Funde der alten Stadtmauer, die zu Beginn der Bauarbeiten für Kö-Bogen und Wehrhahnlinie rund um den Jan-Wellem-Platz entdeckt worden waren, im späteren neuen U-Bahnhof "Heine-Allee" der Wehrhahnlinie ausgestellt werden. In der Baugrube am Jan-Wellem-Platz sind Teile der historischen Stadtbefestigung noch deutlich zu sehen: ein 20 Meter langes Teilstück, teilweise noch über 2,50 Meter hoch, wurde frei gelegt. Im 16. Jahrhundert waren diese Mauern Bestandteil eines Wachgebäudes. Demnächst werden die Funde in Blöcke geschnitten und in drei Jahren im U-Bahnhof ausgestellt.

  • Historischer Fund bei Kö-Bogen-Bauarbeiten: steinerne Brücke gefunden


    Bei den Bauarbeiten im Zusammenhang mit dem Kö-Bogen ist nach den Resten der Flinger Kontergarde ein zweiter bedeutender Fund aus der Zeit der Düsseldorfer Stadtbefestigung zu verzeichnen. In der Elberfelder Straße wurde bei einer Kanalverlegung eine massive 10 Meter lange Mauerstruktur mit Rundbögen freigelegt. Die Archäologen um den mit der archäologischen Begleitung der Tiefbauarbeiten rund um Wehrhahn-Linie und Kö-Bogen betrauten Archäologen Andreas Kupka vermuten, dass es sich hierbei um die Reste der Brücke handelt, die seit dem Ende des 17. Jahrhunderts das Flinger Tor mit dem Flinger Ravelin verband.


    Die Brücke war Bestandteil der stark ausgebauten Ostfront der ehemaligen Landesfestung Düsseldorf. Diese bastiönäre Befestigung des 16. Jahrhunderts wurde durch Festungsvorwerke, ein so genanntes Ravelin und – noch weiter feindseits gelegen – eine Kontergarde verstärkt. Das Ravelin war ein von einem Graben umgebenes, gemauertes Festungsbauwerk mit Erdfüllung, auf dem sich ein Magazingebäude befand und dessen Aufgabe in der Sicherung des ehemaligen Flinger Tores – heute im Bereich der Heinrich-Heine-Allee – bestand. Bei Bedarf konnten auf dem Ravelin Geschütze in Stellung gebracht werden und sich Truppen zum Beispiel für einen Ausfall sammeln. Das Flinger Ravelin sorgte durch zwei Brücken für die Verbindung zwischen der Kernfestung und dem Festungsvorfeld, wobei in Krisenzeiten auch eine leichte Kontrolle der ein- und ausgehenden Passanten möglich war.


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    Die Grafik der Stadt zeigt das Ravelin vor dem Flinger Tor. Der Kreis markiert das Brückenteil, der im Verlauf der heutigen Elberfelder Straße freigelegt wurde. Quelle: Stadt Düsseldorf


    Die größere der beiden Brücken wurde nun freigelegt und stellt nach Einschätzung der Archäologen einen bedeutenden Befund für die Düsseldorfer Stadt- und Festungsgeschichte dar. Die Spezialisten vermuteten bisher an dieser Stelle eine Holzbrücke, dass es sich um Bauwerk aus Stein handelt, ist für Archäologen und Festungsforscher eine kleine Sensation. In der Baugrube des Kö-Bogens werden die vorbereitenden Arbeiten zum Abtransport der Mauerreste der Flinger Kontergarde abgeschlossen. Nach Kernbohrungen wurden Stahlträger als Tragekonstruktion in die dicken Mauern eingebaut. Es folgen nun die Sägearbeiten.

  • Tunnelbauten in Düsseldorf sind Fundgruben für die Archäologen


    Der Bau der Wehrhahn-Linie und die Tunnelbauten für den Kö-Bogen lassen höchst eindrucksvolle Einblicke in die Vergangenheit zu. Immer wieder fördern die Bauarbeiten archäologische Fundstücke als Zeugnisse der Vergangenheit ans Tageslicht. "Ein Blick in die archäologische Geschichte unserer Stadt in diesem großen Stil ermöglichen nur Projekte solcher Größenordnung, bei denen der Untergrund großflächig freigelegt oder aufgegraben wird. Wir nutzen diese Chance und arbeiten die Düsseldorfer Vergangenheit an vielen Stellen auf", erklärte Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller jetzt bei der Vorstellung des neuen Internet-Auftritt "Düsseldorfer Stadtarchäologie" und einer 20-seitige Broschüre zu diesem Thema.


    Einige der Funde sollen später in einem Präsentationsraum im neuen Teil des U-Bahnhofes Heinrich-Heine-Allee gezeigt werden. Dort sollen nach Abschluss der Bauarbeiten an Wehrhahn-Linie und Kö-Bogen die Besucher mit originalen Funden und mittels verschiedener Medien anschaulich über die archäologischen Untersuchungen und die Geschichte der Stadtbefestigung informiert werden.


    Die Informationsbroschüre zu den Funden ist im Info-Pavillon am Schadowplatz, im Rathaus am Marktplatz sowie im Amt für Verkehrsmanagement, Auf'm Hennkamp 45 erhältlich. Wer sich einige Fundstücke ansehen möchte, dem sei die Ausstellung im Info-Pavillon empfohlen, die dort bereits seit letztem Jahr zu sehen ist.